5. November 2018 - 14:35 Uhr

Schwestern fielen auf Schnäppchen-Angebot auf Facebook rein

Wenn der Friseurbesuch in die Hose geht und das Ergebnis später nicht so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat, ist das schon ärgerlich genug. Wenn die Rechnung dann auch noch 1.860 Euro beträgt und die Kopfhaut voller Pusteln ist, ist das der absolute Beauty-Horror! Und genau diesen erlebten zwei Schwestern aus Wien.

Haarverlängerung für nur 250 Euro - von wegen!

Verena Kaufmann und Nadine Zatschkowitsch fielen auf ein angebliches Super-Schnäppchen auf Facebook herein. Eine Haarverlängerung mit 100 Echthaarsträhnen sollte es für 250 Euro pro Person geben - inklusive Färben und Haarschnitt. Dieses Angebot wollten sich die Schwestern nicht entgehen lassen. Dumm nur, dass die Friseurin sich nicht an den angepriesenen Preis hielt. Erst "mussten" doppelt so viele Extensions gemacht werden, dann kamen Farbe und Schnitt doch noch extra drauf. Schnell belief sich die Endsumme auf mehr als das Dreifache. Doch die horrende Rechnung war nicht der einzige Schock, den Verena und Nadine nach dem Besuch in dem Salon erlebten. Sehen Sie sich das haarsträubende Ergebnis im Video an.

Der Friseur hat Ihre Haare versaut? Das können Sie tun!

Die Rechnung ist höher als vereinbart, das Ergebnis sieht furchtbar aus und sogar die Kopfhaut ist stark beschädigt? "Der Kunde willigt beim Friseurvertrag immer nur ein, dass die Leistung so erbracht wird wie vereinbart. Das heißt natürlich mängelfrei. Wenn das nicht der Fall ist, dann handelt es sich rein rechtlich betrachtet um Körperverletzung", verrät uns Rechtsanwalt Tobias Kirchgessner.

Wenn Sie sich vertrauensvoll in die Hände eines Friseurs begeben und hinterher alles andere als glücklich sind, haben Sie als Kunde immer die Möglichkeit, eine kostenlose Nachbesserung zu verlangen. Dafür können Sie auch nach einem anderen Friseur des Salons fragen. Gibt es Schäden, die über eine verhunzte Frisur hinausgehen - also zum Beispiel angegriffene Kopfhaut, Haarausfall und Ähnliches - ist es sogar möglich, Schmerzensgeld zugesprochen zu bekommen.