Friseurläden öffnen endlich wieder am Montag

Ansturm auf Friseur-Termine in Hamburg gewaltig

Hamburgs Friseure bereiten sich auf die Öffnung vor
Hamburgs Friseure bereiten sich auf die Öffnung vor
© dpa, Christian Charisius, chc htf

26. Februar 2021 - 14:32 Uhr

Haareschneiden nur auf Termin

Die Terminbücher sind bereits Tage vor der Wiedereröffnung der Friseursalons am Montag (1.3.) voll. Wer sich jetzt noch nicht um einen Termin bemüht hat, wird es nach Angaben der Hamburger Innung schwer haben. "Man kann es versuchen, aber ob man tatsächlich noch in den ersten beiden Wochen drankommt, ist die Frage", sagte der Verbandsvorsitzende, Birger Kentzler, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Spontan in einem Salon vorbeizuschauen ist keine gute Idee. Die Friseure arbeiten wegen der Corona-Pandemie ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe.

Vergangene Monate waren schwer

Mahmoud Khalaf übernahm den Friseurladen "Hairfantastic" in der Hamburger Innenstadt mitten in der Corona-Krise, im Mai 2020. Sein Team freue sich, dass es am Montag wieder losgehe, sagte der 28-Jährige. Finanzielle Hilfen seien noch nicht bei ihm angekommen. Bereits die Monate vor dem zweiten Lockdown seien nicht leicht gewesen, weil in der Innenstadt viel weniger Menschen unterwegs waren.

Azubis hatten keine Möglichkeit zum Üben

Schwer sei die Situation vor allem auch für seine vier Auszubildenden gewesen. "Heute habe ich meine Tante umgestylt für meine Prüfung", berichtete Samantha Schlicker (23), Auszubildende im dritten Lehrjahr. Die Erleichterung in der Branche über die Wiedereröffnung ist groß. "Es gibt Kollegen, die machen schon um Mitternacht auf", sagt Kentzler.

Regionalnachrichten aus Hamburg und Schleswig-Holstein

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Seit Mitte Dezember sind die Friseursalons wegen der Pandemie geschlossen

Die Vorbereitungen für Montag laufen auf Hochtouren. Angst vor einer Ansteckung in den Salons braucht man sich nach Meinung von Kentzler nicht zu haben. "Die Hygieneschutz-Maßnahmen sind bei uns mittlerweile aufgefahren wie in einer Arztpraxis." Aber es gibt eine zusätzliche Regelung nach diesem Lockdown: Eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person dürfe nicht unterschritten werden, erklärte Kentzler. Anders als in manch anderem Bundesland werde dabei in Hamburg auch die Belegschaft miteingerechnet.

Quelle: DPA / RTL.de