Angeklagter behauptet Affäre gehabt zu haben

Pizzalieferant (51) soll Kundin (28) vergewaltigt haben

© deutsche presse agentur, dpa

10. Mai 2019 - 10:59 Uhr

Er wollte ihr persönlich die Pizza liefern

Seit Mittwoch steht ein 51-jähriger Pizzabäcker vor dem Oldenburger Landgericht. Dem Mann wird vorgeworfen, eine 28-jährige Frau vergewaltigt zu haben, als er ihr eine Pizza lieferte. Doch vor Gericht beteuert er seine Unschulg. Der Sex sei einvernehmlich gewesen, sagt der 51-Jährige. Er und die Frau hätten eine Affäre gehabt.

Er vergewaltigte sie, während ihre Kinder zuhause waren

Laut Anklage bestellte die Frau am 31. Juli 2013 im niedersächsichen Friesoythe eine Pizza, weil sie ihre Wohnung wegen ihrer Kinder nicht verlassen konnte. Nach dem Anruf im Fast-Food-Restaurant habe sich der 51-Jährige angeboten, die Pizza auszuliefern. Er soll die Frau angerufen haben, um ihr zu sagen, dass sie schon einmal unten vor der Haustüre warten soll.

Als der Angeklagte dann mit der Pizza kam, soll er über die Frau hergefallen sein. Außerdem soll er ihr damit gedroht haben, ihr die Kehle aufzuschlitzen, wenn sie jemanden von der Vergewaltigung erzählen sollte. Vor Gericht bestreitet der Mann alle Vorwürfe. Seiner Darstellung nach, sei der Sex einvernehmlich gewesen, weil die beiden eine Affäre gehabt hätten.

Er wurde vom Amtsgericht schon für die Tat verurteilt

In einer ersten Instanz verurteilte das Cloppenburger Amtsgericht den Angeklagte zu einer Haftstrafe von drei Jahren. Die Staatsanwaltschaft sowie der Angeklagte sind in Berufung gegangen. Die Staatsanwaltschaft will eine höhere Strafe, der Angeklagte fordert hingegen einen Freispruch.

Er soll neue Zeugen haben, die seine Unschuld anscheindend beweisen können. Sie sollen gesehen haben, wie der Angeklagte mit der 28-Jährigen schon einmal einvernehmlichen Sex an einem See gehabt hatte. 

​Wann das Landgericht jetzt über ein neues Urteil entscheidet, ist noch nicht bekannt.