Fridays for Future

Über 20.000 Aktivisten demonstrieren in Frankfurt und Kassel

24. September 2021 - 17:52 Uhr

Bundesweite Demos von Fridays for Future

Im ganzen Land und auf der ganzen Welt gehen am heutigen 24. September Aktivisten auf die Straßen – für den Wandel, für Klimagerechtigkeit. Tausende nahmen an den Protestzügen in vielen hessischen Orten teil. Fridays for Future hatte anlässlich des globalen Klimastreiktages in über 350 Städten in Deutschland dazu aufgerufen. In Frankfurt sprechen wir mit Organisatorin Jana Voges. Die Reaktionen sehen Sie im Video!

Frankfurt demonstriert unter dem Motto: "Wir haben keine Wahl"

In Frankfurt stand der achte globale Klimastreik von Fridays For Futurel unter dem Motto "Wir haben keine Wahl". Die etwa 20.000 jungen Aktivistinnen und Aktivisten wollen damit zum einen darauf hinweisen, dass viele von ihnen noch nicht wahlberechtigt sind und gerade deshalb weiter auf die Straße gehen wollen.

Auch vor dem Kasseler Hauptbahnhof sind heute Mittag rund 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten zusammengekommen - hier wird Fridays for Future auch von Senioren wie Petra Kunz-Ludwig unterstützt – die 64-jährige teilt dabei dieselben Ziele wie die Enkelgeneration, denn die Älteren müssen die junge Generation unterstützen, so die Seniorin vor Ort. Neben Fridays for Future waren unter anderem auch Scientists for Future, Greenpeace Kassel sowie Klimagerechtigkeit Kassel unterwegs. "Wir brauchen mehr als nur Reformen. Wir brauchen einen Systemwechsel", erklärte einer der Redner der Organisation.

Was erwartet "Fridays for Future" von der Regierung?

Die Bewegung "Fridays for Future" besteht darauf, dass sich Deutschland an den Pariser Klimavertrag hält. Der sieht vor, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad zu begrenzen. Konkret fordern die Aktivisten, dass alle durch Menschen verursachten Treibhausgase bis zum Jahr 2035 ausgeglichen werden. Dann solle der Strom komplett aus erneuerbaren Quellen kommen. Der Kohleausstieg müsse auf 2030 vorgezogen werden. So könne Deutschland in 20 Jahren klimaneutral werden, heißt es auf den Seiten der Organisation "Fridays for Future".

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24.09.2021,: Ein Demonstrant hält auf der Klimastreikdemonstration von "Fridadys For Future" (FFF) ein Plakat mit der Aufschrift "Wählt am Sonntag für eure Kinder".
Bundesweite Demonstration von "Fridays for Future"
© dpa, Markus Scholz, fdt

Aktivisten: "Keines der Wahlprogramme reicht aus"

Die Klimaaktivisten zeigen sich enttäuscht: "Keines der Wahlprogramme der etablierten Parteien reicht aus, um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten und einen gerechten Beitrag Deutschlands dazu zu leisten.", heißt es aus den Reihen der Aktivisten. Nach Ansicht der Protestierenden drängt die Zeit. Die nächste Legislaturperiode werde entscheiden, ob es noch möglich ist, Deutschland auf einen guten Weg zu bringen.