Aufstand im Klassenzimmer

„Fridays for Future“: Jetzt droht Schülern das Sitzenbleiben

Schüler-Demonstranten droht das Sitzenbleiben "Fridays for Future"
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"Fridays for Future"
Schüler-Demonstranten droht das Sitzenbleiben

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Klimastreik sorgt für Ärger

Am Lessing-Gymnasium in Berlin spitzt sich die „Klima-Lage“ zu. Inzwischen geht es nicht nur um die Rettung des Weltklimas, sondern auch um das Betriebsklima an der Schule im Berliner Stadtteil Wedding. Der Grund: Die Schüler, die sich an den „Fridays for Future“-Demonstrationen beteiligen, fühlen sich unverstanden und ungerecht behandelt. RTL hat mit den Schülern und der Schulleitung gesprochen. Im Video erklären beide Parteien ihren Standpunkt.

Runde zwei der Schülerproteste

Regelmäßig gehen die Schüler freitags demonstrieren. Mit drohenden Konsequenzen hatten sie nicht gerechnet. In einer Presseerklärung teilen sie jetzt mit, dass „den dreizehn aktivsten Schülern und Schülerinnen gedroht“ werde, „bei einem weiteren Streikbesuch nicht versetzt zu werden“.

Am vergangenen Donnerstag demonstrierten die Schüler darum erneut. Dieses Mal nicht für die Umwelt, sondern gegen ihren Schulleiter. Eine betroffene Schülerin erklärt, sie fühle sich wie eine Schulschwänzerin, dabei gehe sie für die Zukunft aller auf die Straße.

Das Problem: Fächer, die nur freitags unterrichtet werden

Den dreizehn Demonstranten drohen in einigen Schulfächern, die nur am Freitag stattfinden, Sechsen im Versetzungszeugnis. Der Grund: Sie kommen nicht auf die erforderlichen Anwesenheitsstunden im Schulhalbjahr. Auf diese Problematik hat Schulleiter Michael Wüstenberg aufmerksam gemacht und eine Welle der Empörung ausgelöst. Schüler und Eltern sprechen davon, dass man gedroht hätte, die Schüler nicht zu versetzen, würden sie weiterhin freitags demonstrieren gehen.