Freundin gefesselt, Nahrung verweigert und totgepeitscht: Prozess geht weiter

In diesem Haus in Alt Rehse fand die 32-Jährige einen schrecklichen Foltertod.
In diesem Haus in Alt Rehse fand die 32-Jährige einen schrecklichen Foltertod.
© dpa, Winfried Wagner, bra htf chc

14. Februar 2017 - 17:52 Uhr

Es ist einer dieser unerklärlichen Fälle, die nur noch Kopfschütteln hervorrufen. Ein 51-Jähriger Mann steht am Landgericht Neubrandenburg vor Gericht, weil er seine damalige Freundin im Juni 2016 nackt gefesselt, mit den Haaren ans Bett gebunden, mit einer Peitsche gefoltert und ihr zudem Trinken und Essen verweigert haben soll, bis sie schließlich starb. Die Tote ließ der Mann dann in seinem Haus verwesen.

Jetzt geht der Prozess gegen den 51-Jährigen weiter. Dem Mann aus Alt Rehse bei Neubrandenburg wird Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Vor Gericht schwieg der Angeklagte bisher.

Bei der Polizei hatte er aber davon gesprochen, dass der Bundesnachrichtendienst die Frau auf ihn angesetzt und sie ihn bestohlen habe. Am zweiten Prozesstag soll einer der Beamten als Zeuge gehört werden, der den Angeklagten damals vernommen hatte.

Der Fall war erst bekannt geworden, als Polizisten im August wegen Ruhestörung kamen und im Haus die stark verweste Leiche fanden. Der 51-Jährige stammt aus der Nähe von Stuttgart und war vor mehreren Jahren nach Alt Rehse gezogen. Er hatte die 32-Jährige, die in der TV-Kuppelshow "Schwer verliebt" als Kandidatin mitgewirkt hatte, über das Internet kennengelernt.