Erstrunden-Aus wie im Vorjahr

Kerber in Paris wieder krachend gescheitert

29. September 2020 - 11:32 Uhr

Nach gut einer Stunde war es schon wieder vorbei

Das war ein kurzes Vergnügen für Angelique Kerber in Paris. Nach 67 Minuten war für die deutsche Nummer eins in der 1. Runde bei den French Open Feierabend. Die 32-Jährige unterlag Kaja Juvan (Slowenien) mit 3:6, 3:6.

Kerber musste wegen epischem Herren-Duell sechs Stunden schmoren

Es war ein gebrauchter Tag für Kerber. Zunächst hatte die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin viel Geduld aufbringen müssen, ehe sie ran durfte. Auf ihrem Platz 14 lieferten sich Lorenzo Giustino (ITA) und Corentin Moutet (FRA) mit 6:05 Stunden Spielzeit das zweitlängste Duell in Roland Garros seit 1968, welches Giustino im fünften Satz mit 18:16 für sich entschied.

Ursprünglich hätte die deutsche Starspielerin schon mittags antreten sollen, nun ging es erst kurz vor 20 Uhr los. Ein schlechtes Omen.

Bedingungen für Kerber in Paris nicht optimal

Kerber, die durch ihre Erstrundenniederlage in Rom ohne viel Matchpraxis in die französische Hauptstadt gekommen war, hatte gegen die Weltranglisten-103. von Beginn an Probleme und fand nie zu ihrem Spiel. Nach einer runden halben Stunde verlor sie den ersten Satz und suchte auch im zweiten Satz vergebens nach einer Lösung.

Das langsame Spiel bei den kühlen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit hatte schon vor dem Turnierbeginn Skeptiker auf den Plan gerufen, die Kerber nur Außenseiterchancen einräumten.

"Ich habe glaube ich noch nie ein Grand-Slam-Match in langen Klamotten gespielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, unter solchen Bedingungen schon einmal gespielt zu haben", klagte Kerber nach der Partie. Als Entschuldigung wollte sie die Umstände aber nicht gelten lassen. "Ich habe einfach meinen Rhythmus nicht gefunden. "Es ist ein komisches, ganz anderes Jahr."

RTL.de/sid