Freizeit-Land Geiselwind: Kind entdeckt Opas Grabstein im Horror-Haus

Eingang des Freizeitparks Geiselwind
Freizeitpark Geiselwind: Skandal um die Deko im Horror-Haus
Karl-Josef Hildenbrand, picture alliance

13-Jährige erlebt schaurige Überraschung

Bis Halloween ist es zwar noch ein kleines Weilchen hin, doch diesen Ausflug ins Horror-Haus dürfte so schnell nichts mehr toppen: Als eine 13-Jährige im Sommer 2017 einem Freizeitpark in Unterfranken einen Besuch abstattete, entdeckte sie unter der Deko des Gruselkabinetts den echten Grabstein ihres Opas – inklusive Inschrift mit Namen und Lebensdaten.

Mindestens acht echte Grabsteine verwendet

Der Besitzer des Freizeitparks Geiselwind muss sich nun vor Gericht verantworten. Der Vorwurf der Familie des Verstorbenen: "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener." Insgesamt sollen mindestens acht echte Grabsteine mit ihrer originalen Inschrift als Dekoration vor dem "Horror-Lazarett" aufgebaut worden sein.

Die Witwe des verstorbenen Mannes, dessen Enkelin den Skandal aufgedeckt hatte, nannte das Aufstellen echter Grabsteine vor Gericht eine "riesengroße Schweinerei". Ihr Mann war 1996 gestorben, das Grab sei 2016 aufgelöst worden. Ein Steinmetz sollte sich anschließend um die fachgerechte Entsorgung kümmern. Der 34-jährige Betreiber des Parks entschuldigte sich nun: "Mir tut das natürlich sehr leid. Ich wollte niemandem wehtun."

Noch kein Urteil

Ein Urteil ist bisher nicht gefallen. Am 12. Oktober wird der Prozess mit der Befragung des Steinmetzes und der Mutter der 13-jährigen Finderin fortgesetzt.