Freispruch für Polizisten nach Faustschlägen bei G8

12. Februar 2016 - 20:50 Uhr

Faustschläge gegen einen Demonstranten beim G8- Gipfel 2007 in Heiligendamm bleiben für einen Polizisten ohne juristische Folgen.

Das Amtsgericht Rostock wertete das Vorgehen als geeignet, um den Widerstand des damals 24-jährigen Demonstranten gegen seine Festnahme zu brechen. Es sprach den heute 34-jährigen Beamten am Donnerstag nach der Anhörung weiterer Zeugen vom Vorwurf der Körperverletzung frei.

"Die eingesetzte körperliche Gewalt war verhältnismäßig", urteilte das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Vorfall hatte sich vor einer Haftanstalt ereignet, in der G8-Gegner saßen. Sympathisanten wollten dort demonstrieren.