Freies Internet für Entwicklungsländer: Mark Zuckerberg will die Welt vernetzen

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sucht auf dem MWC 2014 nach Partnern
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01. März 2016 - 13:53 Uhr

Freies Internet für die Dritte Welt

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona vorgeschlagen, Entwicklungsländer mit freiem Internet auszustatten. Die Initiative dahinter heißt Internet.org: Ein Projekt, an dem sich große Unternehmen wie Facebook, Nokia und Samsung beteiligen.

Das Ziel des Projekts ist es, Menschen aus der Dritten Welt den Zugang zu einigen Internet-Diensten wie Facebook, Wikipedia und Wetterinformationen kostenlos zu ermöglichen. Zuckerberg ist davon überzeugt, dass diese populären Dienste den Menschen das Internet schmackhaft machen würden, sodass diese wiederum an Daten-Tarifen interessiert werden: "Jetzt haben dort viele Menschen vielleicht sogar freies Geld für einen Internet-Zugang, wissen aber nicht, was sie damit anfangen sollen", so Zuckerberg. Das Projekt würde sich also auch langfristig für Mobilfunkbetreiber lohnen – nach einem Partner aus diesem Bereich sucht der Facebook-Gründer nun auf dem MWC in Barcelona, dem wichtigsten Treff der Industrie.

Das Ziel von Zuckerberg und Facebook ist es, die gesamte Welt miteinander zu vernetzen. Bisher nutzen ungefähr "nur" 2,7 Milliarden Menschen, also ein Drittel der Weltbevölkerung, das Internet. Sollten die restlichen zwei Drittel Zugang zum Internet und Facebook bekommen, würde Zuckerberg stark davon profitieren: In der westlichen Hemisphäre gibt es für das soziale Netzwerk kaum noch Wachstumsmärkte.