27. Mai 2019 - 7:13 Uhr

Sommer, Sonne und Freibadwetter? Das alles dürfte in Nordrhein-Westfalen noch weiter auf sich warten lassen. Zwar sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen die meisten geheizten Freibäder bereits Anfang Mai in die Saison gestartet. Badestellen an Seen und Flüssen seien aber mit um die 15 Grad Wassertemperatur noch deutlich zu kalt. Und: Auch die Luft schafft es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in dieser Woche kaum bis 20 Grad.

Für das Anschwimmen in Freibädern gibt es einer Verbandssprecherin zufolge keine festgelegten Termine. Die meisten Einrichtungen hätten seit Anfang Mai geöffnet. Der Zulauf sei aber wegen des kühlen und oft regnerischen Wetters bislang vielfach noch Verhalten gewesen. "Es gibt immer ein paar Hartgesottene, denen das Wetter egal ist. Aber die meisten Menschen wünschen sich für den Freibadbesuch Sonne und Wärme", sagte Konstanze Ziemke-Jerrentrup. Die Wassertemperatur solle möglichst 24 Grad betragen.

Die Vorbereitungen für einen unbeschwerten Badebetrieb beginnen demnach schon Monate im Voraus. "Die Becken müssen gereinigt, das Wasser muss erneuert werden. Die Außenanlagen brauchen oft Reparaturen und Pflege." Zudem müssten sich die Bäder rechtzeitig um Personal bemühen. Fachangestellte für Bäderbetriebe, die früher Bademeister hießen, bräuchten Rettungsschwimmer zur Unterstützung bei der Badeaufsicht. Die seien schwer zu bekommen. "Die Ausbildung ist anspruchsvoll." Viele wollten zudem nicht ausgerechnet dann arbeiten, wenn andere in ihrer Freizeit entspannten.

Derweil rüsten viele Bäder für die Sommersaison auf. Vorbei die Zeiten, in denen sich der Spaß auf das Bassin, eine Liegewiese und den Kiosk für Eis und Cola reduzierten. "Die Aufenthaltsqualität im Wasser und drumherum hat sich deutlich gesteigert. Viele lassen sich was einfallen, um ihre Badegäste zu bespaßen: Sportangebote, Erlebnisgastronomie, Partys, Konzerte, Kunstevents, Candle-Light-Abende und Hundetage im Bad", sagte Sprecherin Ziemke-Jerrentrup.

Fehlen nur noch die 30 Grad. Die Aussichten auf die neue Woche sind trüb: Der Montag soll es mit Mühe auf 20 Grad schaffen und mit Regen beginnen. Am Dienstag klettert das Thermometer nach DWD-Angaben gerade mal auf 16 bis 19 Grad. Danach zeigt die Tendenz klar nach unten. "Es bleibt leider in den nächsten Tagen unbeständig und wechselhaft. Und es wird stetig kühler", sagte Meteorologe Markus Winkler.

Quelle: DPA