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Frauenquote: Ursula von der Leyen kritisiert Unternehmen

Frauenquote: Ursula von der Leyen kritisiert Unternehmen

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen
Kritik an Unternehmen - Arbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert Frauenquote
dpa, Jörg Carstensen

30 Prozent Frauen in den Chefetagen gefordert

Keine Lust mehr auf leere Versprechen: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den Umgang der deutschen Unternehmen mit weiblichen Mitarbeitern heftig kritisiert. Es sei "empörend, wie wenig sich in den vergangenen zehn Jahren in den Konzernen getan hat", sagte sie der 'Süddeutschen Zeitung'. In den Unternehmen gelte noch immer: "In der Breite dürfen die Frauen mitarbeiten, in der Spitze nicht."

Weil sie "keine Lust mehr habe", sich zehn weitere Jahre "leere Versprechungen anzuhören", müsse jetzt eine gesetzliche Frauenquote für die Aufsichtsräte der börsennotierten Unternehmen beschlossen werden. Dabei müsse es eine "glasklare Zielvorgabe von 30 Prozent" geben.

Seitenhieb gegen Kristina Schröder

Von der Leyen hatte die Einführung einer gesetzlich festgelegten Frauenquote für Aufsichtsräte gefordert - obwohl für dieses Thema Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zuständig ist.

"So etwas als Brüskierung abzutun, finde ich verächtlich politischen Prozessen und anderen Meinungen gegenüber", sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende dazu. "Unsere gemeinsame Aufgabe ist es jetzt aber, eine Lösung zu finden. Daran arbeiten wir." Die von Schröder favorisierte Flexi-Quote werde nicht reichen. "Es gärt jetzt in den Unternehmen", so die Arbeitsministerin. "Da ist jetzt der Druck der Frauen da."