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Frauenleiche im Hafenbecken gefunden: Polizei sucht letzten Begleiter

Frauenleiche im Hafenbecken gefunden: Polizei sucht letzten Begleiter

"Die Frau verstarb aufgrund massivster äußerer Gewalteinwirkung"

Eine 33-Jährige wurde in Holzminden nach dem Besuch einer Weihnachtsfeier getötet. Die Polizei sucht mit einem Phantombild nach dem Mann, mit dem sie eine Gaststätte mutmaßlich am frühen Morgen vor ihrem gewaltsamen Tod verlassen hat. Kurz geschnittenes Haar, 1,75 bis 1,85 Meter groß, kein Bart, keine Brille und flüssiges Deutsch - so beschreiben die Ermittler den Mann, der "Martin" heißen könnte. Er habe in der Gaststätte hellgraue Arbeitskleidung und schwere Schuhe getragen.

Phantombild: Tote im Hafenbecken gefunden
Diese Phantombilder des Mannes mit der auffälligen Arbeitskleidung veröffentlichte die Polizei.
Polizei Hameln

Kathrin H. war mit ihren Freunden aus dem Darts-Club unterwegs. Nach der Weihnachtsfeier zog sie mit einigen Bekannten weiter in eine Gaststätte. Hier lernte sie den 25 bis 30 Jahre alten Unbekannten kennen, der sich ihr als Martin vorstellte. "Wir sind nach Hause gefahren. Und Kathrin hat kein Ende gefunden und ist noch geblieben", beschreibt Nicole Bergmann, eine Freundin der Toten die Situation.

Stunden später findet die Polizei nach dem Notruf eines Anglers Kathrins Leiche am Rande eines ehemaligen Hafenbeckens. Mit Tauchern und einem Mantrailer-Hund gehen die Ermittler auf die Suche nach einer möglichen Tatwaffe und weiteren Spuren. "Die Obduktion ergab, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt. Die Frau verstarb aufgrund massivster äußerer Gewalteinwirkung", so die Christina Pannek von der Staatsanwaltschaft Hildesheim.

Die ermittelnde Mordkommission erhofft sich von dem Phantombild neue Hinweise zum letzten Begleiter. Noch ist unklar, ob er Zeuge oder Täter ist. Erste Hinweise seien bereits eingegangen. "Wir gehen jedem Hinweis nach, das wird eine Zeit lang dauern", sagte Polizeisprecher Jens Petersen.