Volle Frauenpower in Spanien

Real Madrid startet in der nächsten Saison mit einem Frauenteam

FILE PHOTO: Women's Primera Division - FC Barcelona vs CD Tacon
© REUTERS, Albert Gea, /FW1F/Ed Osmond

02. Juli 2020 - 16:47 Uhr

Barca legt vor, Real legt nach

Gute Nachrichten für die Spielerinnen von Real Madrid: In der nächsten Saison dürfen die Königlichen ihr Frauenteam in die Primera Division starten lassen. Real Madrid übernimmt dabei den Frauenfußballclub Deportivo Tacon, wie der Verein offiziell mitteilte. Anders als der FC Barcelona, der mit seiner Frauenmannschaft in diesem Jahr die Meisterschaft feiert, konzentrierte sich Real Madrid bisher auf die Männer. Auch ein deutscher Bundesligist setzt auf Frauenpower.

Ex-Nationalspielerin spielt künftig für Real

Tacon hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres für eine Übernahme der Madrilenen gestimmt. Der Verein geht samt Kader in Reals Frauenabteilung auf. Davon profitiert auch eine ehemalige deutsche Nationalspielerin: Babett Peter, aus Wolfsburg erst im vergangenen Jahr zu Tacon gewechselt, spielt künftig für den Fußball-Giganten. In einer offiziellen Mitteilung des Vereins heißt es: "Real Madrid freut sich auf diese neue Herausforderung mit dem Engagement die Förderung des Frauenfußballs voranzutreiben und zu seiner Entwicklung und seinem Wachstum in unserer Gesellschaft beizutragen."

3000.000 Euro kostet Real die Übernahme des Clubs, der im vergangenen Jahr in die erste Liga aufgestiegen ist und derzeit auf dem zehnten Rang steht. Real will jetzt in der Frauenliga angreifen und für den ewigen Liga-Konkurrenten der Männer, FC Barcelona, ein ähnlich unangenehmer Gegner werden.

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Schalke setzt auf Frauenfußball

Auch in Deutschland setzt ein Erstligist in Zukunft auf Frauenpower: Der FC Schalke 04 gründet eine Frauenfußball-Abteilung, wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte. Das Damenteam steigt deutlich tiefer ein als die Spielerinnen von Real – die Kreisliga B wird es zu Beginn sein. Der Verein plant auch eine Nachwuchsabteilung, um Mädchenfußball zu stärken. "Mit der Gründung einer Frauen- und Mädchenfußballabteilung wollen wir unser Angebot im Bereich des Breitensports erweitern. Unser Fokus wird dabei klar auf dem Amateursport liegen", sagte der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider.