Frauenanteil in Führungsetagen in Deutschland immer noch unter EU-Schnitt

Frauen in Führungspositionen - Geschäftsfrau im Aufzug (Archivbild)
© dpa, Oliver Berg

08. März 2016 - 10:57 Uhr

In Deutschland arbeiten immer noch weniger Frauen in Führungspositionen

Frauen in Führungspositionen sind im europäischen Vergleich immer noch unterrepräsentiert. Im Jahr 2014 waren nur 29 Prozent der Posten von Managerinnen besetzt. Anlässlich des Weltfrauentages am achten März teilte das Statistische Bundesamt mit, dass der Anteil der Frauen in Führungspositionen im Vergleich zu den beiden Vorjahren nahezu unverändert blieb. Damit lag Deutschland im unteren Drittel aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Im EU-Durchschnitt war in Führungsetagen rund jede Person eine Frau. Demnach lag der Frauenanteil in Führungsetagen bei 33 Prozent.

An der europäischen Spitze der Skala liegt Lettland mit 44 Prozent. Auch in den EU-Ländern Ungarn (40 Prozent), Polen und Litauen (39 Prozent) gibt es relativ hohe Frauenquoten. Schlusslicht bildete Zypern mit nur 17 Prozent der Frauen in Führungspositionen.

In Deutschland hatten sieben Prozent der weiblichen Führungskräfte einen relativ niedrigen Bildungsabschluss, beispielsweise Realschulabschluss. Der Großteil der Frauen (48 Prozent) besaß jedoch einen mittleren Schulabschluss, wie zum Beispiel Abitur. Einen höheren Bildungsabschluss wie ein abgeschlossenes Hochschulstudium absolvierten 45 Prozent der Frauen.

Den niedrigsten Frauenanteil in leitenden Positionen zeigt die Baubranche mit nur 13 Prozent an. Im Vergleich dazu weist der Bereich Bildung und Unterricht mit 62 Prozent den größten Frauenanteil auf.

Zu den Führungsposten werden Vorstände, Geschäftsführerinnen sowie Führungskräfte in Handel, Produktion und Dienstleistungen gezählt.