Jetzt müssen andere in die Bresche springen

Frauen-WM: DFB-Team muss gegen Spanien auf Dzsenifer Marozsán verzichten

12. Juni 2019 - 12:07 Uhr

Gegen Spanien ohne Marozsán

Am Mittwochabend trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in ihrem zweiten Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Frankreich auf die Spanierinnen. Dabei müssen die DFB-Damen allerdings auf Spielmacherin Dzsenifer Marozsán verzichten. Dennoch will das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg unbedingt den zweiten WM-Sieg einfahren.

"Mir tut es persönlich unendlich leid"

Ist das bitter für Marozsán und das deutsche Team: Beim 1:0-Sieg gegen China zog sich die 27-Jährige einen Zehenbruch zu. Gegen Spanien (Mittwoch, 18 Uhr) und auch am Montag gegen Südafrika wird sie nicht für die DFB-Damen spielen können. Ob sie danach wieder zur Verfügung stehen wird, ist ebenfalls noch unklar.

Für die deutsche Mannschaft wiegt der Ausfall der Schlüsselspielerin schwer. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich auch Bundestrainern Martina Voss-Tecklenburg: "Mir tut es persönlich unendlich leid. Wenn man sieht, wie sehr sie sich auf diese WM in Frankreich gefreut hat", sagte die 51-Jährige im ARD-Morgenmagazin. Erst im "zweiten Schritt" habe sie darüber nachgedacht, was der Ausfall der Mittelfeldspielerin von Olympique Lyon für ihre Mannschaft bedeute.

"Wir werden auch für sie spielen"

Voss-Tecklenburg ist sicher, dass die 27-Jährige die Verletzung überwinden und nach vorne schauen wird. "Sie ist auf dem Weg, das positiv zu gestalten und den Glauben nicht zu verlieren, in das Turnier zurückzukommen." ARD-Frauenfußball-Expertin Inka Grings appelliert an das DFB-Team, den Marozsán-Ausfall schnell beiseite zu schieben. "Klar, es ist tragisch. Aber davon geht die Welt nicht unter. Jetzt kommen andere Spielerinnen rein und bekommen ihre Chance. Es gilt, jetzt als Mannschaft eine Reaktion zu zeigen", sagte die ehemalige Nationalstürmerin.

Nationalspielerin Carolin Simon hofft ebenfalls auf eine Reaktion der gesamten Mannschaft. "Dzseni ist eine Spielerin mit unglaublichen Fähigkeiten. Ich sehe ja jeden Tag im Training, was sie kann. Wir müssen versuchen, ihren Ausfall als Team zu kompensieren. Und wir werden gerade auch für sie spielen", sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. So bitter der Ausfall Marozsáns ist, kompensieren können die DFB-Frauen ihr Fehlen wohl nur mit einer geschlossenen Teamleistung.