Wegen Corona

Hochzeiten wurden verschoben - Frauen protestieren in ihren Brautkleidern in Rom

07. Juli 2020 - 19:23 Uhr

Flashmob in Rom

Italien ist vom Coronavirus hart getroffen worden, das Land hat das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Auch Hochzeiten bleiben davon nicht verschont, Tausende wurden auf das nächste Jahr verschoben. Die italienischen Bräute wollten sich das nicht gefallen lassen und haben in Rom am Trevi-Brunnen in ihren Brautkleidern protestiert. Wie sehr sie ihre Brautkleider genossen haben, sehen Sie in unserem Video.

Brautkleid-Proteste am berühmten Trevi-Brunnen

Der Brunnen steht dort schon seit der Römerzeit und ist weltberühmt. Die Bräute haben den Ort wohl nicht nur wegen der hübschen Kulisse gewählt. Ein Volksglaube besagt: Wer drei Münzen über die Schulter in den Brunnen wirft, heiratet einen Römer oder eine Römerin. Das Geld aus dem Brunnen wird übrigens an die Caritas gespendet. Jedes Jahr kommt mehr als eine Million Euro zusammen.

Strenge Regeln für italienische Bräute

Eine traditionelle Märchenhochzeit ist im Moment in Italien nicht möglich, berichtet die italienische Zeitung "Leggo". So dürfe zum Beispiel der Vater die Braut nicht mehr zum Altar führen. Auch das Reis-Werfen vor der Kirche ist nicht mehr erlaubt. Und natürlich erlaubt der vorgeschriebene Abstand viel weniger Gäste. Viele der 220.000 Hochzeiten, die jährlich in Italien gefeiert werden, finden deshalb nicht statt.