Stiefmutter ließ Sohn aus Familienbild retuschieren

Leibliche Mutter greift ein: "Mein Sohn wird dort nicht geliebt"

Natalie Arriete wollte ihren Stiefsohn nicht auf dem Familienfoto haben.
© Dawn Marie

17. Oktober 2020 - 13:51 Uhr

Leibliche Mutter will die Hetze gegen sie aufdecken

Natalie Arriete aus den USA kassierte einen Shitstorm, weil sie in einer Facebook-Gruppe für Bildbearbeitungen nachfragt, ob jemand ihren Stiefsohn aus dem gemeinsamen Familienbild entfernen könnte.  Danach tauchten Kommentare auf, die ihr Verhalten rechtfertigten – doch dann schaltete sich die leibliche Mutter ein und räumt mit den Gerüchten auf. Wir erklären die ganze Geschichte um den ungewollten Stiefsohn.

Streit auf Facebook eskaliert

Was für ein Durcheinander: Nachdem Natalie Arriete jemanden gesucht hatte, der ihren Stiefsohn aus dem Familienbild retuschieren sollte, erntete sie dafür heftige Kritik. Dann tauchten Kommentare mit vermeintlichen Erklärungen auf, die besagten, dass die leibliche Mutter das gefordert habe, weil sie nicht wolle, dass Bilder ihres Sohnes auf Facebook gepostet werden.

Doch dann tauchen direkt von der leiblichen Mutter verfasste Kommentare auf, die erklären, dass das nicht stimmen würde. Die Frau, die sich auf Facebook nur Las Sa nennt, schreibt in einem emotionalen Post:

"Das mag ein bisschen verwirrend zu lesen sein. Ich bin die Mutter des Jungen. Ich habe nie gesagt, dass er aus dem Bild entfernt werden solle. Ich dürfte das nicht, wenn er bei seinem Vater ist und ein neues Leben hat. Es ist seit fünf Jahren ein Albtraum, aber Gottes Timing ist wieder mal perfekt. Sie [die Stiefmutter und ihr Mann] haben Facebook wegen dieser Diskussion gelöscht. Aber sie können nicht die ganzen Screenshots löschen, die ich gemacht habe, um vor Gericht zu beweisen, dass mein Sohn dort nicht geliebt und nicht willkommen ist. Vielen Dank an alle, die Unterstützung bedeutet mir als Mutter viel. Ihr seht vielleicht Kommentare, die gegen mich sind oder etwas schlechtes über mein Englisch sagen – das könnten ihre Freunde sein, die sich schon früher schlecht über mich im Netz geäußert haben. Nochmals vielen Dank."

In einem weiteren Kommentar schreibt sie: "Ich verstecke das hier vor meinem Sohn, es wäre zu schmerzhaft für ihn." Sie deutet ein Gerichtsverfahren um das Sorgerecht an, das seit knapp fünf Jahren im Raum stehe. Viele andere User sichern ihr Unterstützung zu und wollen ihr dabei helfen, zu beweisen, dass ihr Sohn bei seinem Vater und vor allem mit dessen neuer Frau unglücklich ist. Bleibt nur zu hoffen, dass es dem kleinen Jungen bei all dem gut geht.