Discounter entschuldigt sich - ruft die Sauce aber nicht zurück

Ekel-Fund! Frau entdeckt Eidechsen-Kopf in ihrer Bolognese

Ungewollte Fleischeinlage: Diesen Eidechsen-Kopf fand die Britin Polly Wheaton in ihrer eigentlich veganen Sauce.
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22. Juli 2020 - 9:30 Uhr

Ungewollte Fleischeinlage

Veganer verzichten bei ihren Mahlzeiten auf tierische Produkte. Weder Fleisch, noch Milchprodukte oder Honig landen auf dem Teller. Wie also konnte ein Eidechsen-Kopf in die vegane Bolognese einer Britin gelangen?

Vegan oder nicht - das will niemand in seinem Essen

Zwillingsmutter Polly Wheaton aus England wollte für ihre Töchter eine vegane Bolognese kochen. Bei einem ihrer letzten Bissen fand Tochter Isabelle dann den in Sauce aufgekochten Kopf der Eidechse, der anhand der Schuppen deutlich zu erkennen war. Der Eidechsenkopf sei etwa so groß wie der Nagel ihres Daumens gewesen, erklärt die verstörte Mutter gegenüber "Daily Mail", daher habe sie ihn zunächst beim Aufkochen der fertigen Sauce nicht gesehen.

Nach dem verstörenden Vorfall hat sich Polly mehrfach an den Discounter Lidl gewendet, doch außer einer Entschuldigung und dem schriftlich ausgedrückten Bedauern hat die zweifache Mutter laut eigenen Angaben bisher nichts gehört.

"Es geht auch nicht darum vegan zu sein – niemand möchte das in seinem Essen finden, egal ob er Fleisch isst oder nicht", erklärt Mutter Polly. Sie verstehe nicht, dass die Discounterkette die Pastasauce der Marke "Baresa" bisher nicht zurückgerufen habe. "Ich denke das Mindeste wäre gewesen, die Sauce zurückzurufen. Immerhin befinden wir uns mitten in einer globalen Pandemie und wir finden ein exotisches Tier in unserer Sauce!", zeigt sie sich entrüstet.

Egal, wie ihr Streit mit Lidl ausgehen wird – für Polly steht fest, dass sie nicht wieder bei dem deutschen Discounter einkaufen wird.

Das sagt Lidl zu den Vorwürfen

Auf Anfrage von RTL bestätigt Lidl Deutschland den Fall aus Großbritannien. Man habe nach dem gemeldeten Fall umgehend den Lieferanten kontaktiert, um Hygienemängel aufzudecken. "Nach sorgfältiger Prüfung der Produktionsaufzeichnungen konnten unsere Lieferanten keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Auf Basis der Fotos des Fremdkörpers war es auch nicht möglich, den gezeigten Gegenstand eindeutig zu identifizieren", heißt es in dem Lidl-Statement.

Als Entschädigung habe man Polly Wheaton vergangene Woche die zwei gekauften Produkte erstattet und ihr einen zusätzlichen Einkaufsgutschein angeboten. Ein weiterer Fall dieser Art sei nicht gemeldet worden.