Familie wehrt sich gegen Cybermobbing

Frau fordert Mann mit Behinderung zum Selbstmord auf - Mutter veröffentlicht grausame Posts

02. Juni 2020 - 14:52 Uhr

Wegen einer Behinderung: Simon (27) wird seit Jahren gemobbt - jetzt reicht es seiner Familie!

Der 27-jährige Simon Bradley hat eine neurologische Entwicklungsstörung, die neben geistigen auch körperliche Auswirkungen bei dem jungen Mann hat. Sein rechtes Auge hängt tiefer als sein linkes und seine Gesichtszüge weisen wenig Symmetrie auf. Sein ganzes Leben schon wird Simon deshalb immer wieder von anderen gemobbt - so sehr, dass er sich schon fast an die Beleidigungen gewöhnt hat. Weil er im echten Leben Schwierigkeiten damit hat, Freundschaften zu schließen, schreibt er mit Menschen auf Instagram. So lernt er eine Frau kennen, die zunächst vorgibt, mit ihm befreundet sein zu wollen, ihn während des Chattens aber plötzlich anfängt zu beleidigen und ihn schließlich sogar auffordert, Selbstmord zu begehen.

Als Simons Schwester und Mutter das mitbekommen, reicht es ihnen. Sie gehen mit den verstörenden Posts der Frau an die Öffentlichkeit. Wie sich die Familie gegen die grausamen Online-Attacken der Frau zur Wehr setzt und welche Botschaft Simons Mutter an alle Menschen hat, die selbst unter Cybermobbing leiden, das sehen Sie im Video.

Cybermobbing: Hier bekommen Sie Hilfe

Wenn Sie selbst unter Mobbing oder Cybermobbing leiden, suchen Sie sich Hilfe.

  • Das Bündnis gegen Cybermobbing hat eine Hilfe-Hotline, die Sie kostenlos und anonym unter 0721-98 19 29 10 erreichen.
  • Auch bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 finden Sie rund um die Uhr und kostenlos Unterstützung.
  • Erstatten Sie in schwerwiegenden Fällen Anzeige bei der Polizei.
  • Veranlassen Sie bei den jeweiligen sozialen Netzwerken die Löschung von Bildern und Videos, die gegen Ihren Willen verbreitet werden.
  • Experten raten, nicht auf Kontaktversuche des Mobbers zu reagieren. Jedoch sollten Sie alle Daten (E-Mails, SMS, WhatsApp-Nachrichten, Social-Media-Posts, etc.) aufbewahren oder durch Screenshots sichern. Diese können später als Beweismaterial dienen.

Ob im Internet oder der Schule: Was Eltern tun können, wenn ihre Kinder gemobbt werden, darüber haben wir hier ausführlich berichtet.