Dem Baby aus Brandenburg (Havel) geht es gut

Mutter täuscht vor, Neugeborenes im Schnee gefunden zu haben

11. Februar 2021 - 9:56 Uhr

Baby war unterkühlt, Zustand jetzt stabil

Das Wichtigste vorweg: Es geht ihm gut! Das neugeborene Baby, das eine junge Frau in Brandenburg an der Havel laut Polizei vermutlich allein zur Welt gebracht hat, ist wohlauf. "Es ist aufgewärmt und es geht ihm gut", so eine Sprecherin des Klinikums Brandenburg. Es sei unterkühlt gewesen, aber jetzt sei sein Zustand stabil. Auch der Mutter gehe es gut.

Mutter aus Brandenburg an der Havel belog die Polizei

Die junge Mutter, die Mitte 20 ist, hatte selbst die Polizei gerufen und zunächst angegeben, das Baby gefunden zu haben. Diese Aussagen nahm sie später zurück. "Sie verwickelte sich in Widersprüche und gab zu, dass es ihr Baby sei", stellt Polizeisprecher Heiko Schmidt klar. Das Kind sei "zu keiner Zeit unbeaufsichtigt im Freien" gewesen, sagt er. Die Polizei geht jetzt dem Verdacht nach, dass die Frau eine Straftat vorgetäuscht hat.

Ursprüngliche Meldungen, wonach die Frau das Neugeborene ausgesetzt habe, sind also nicht korrekt. Die Mutter entband das Baby nicht im Freien, sondern in der Dusche eines Bungalows auf dem Campingplatz.

Laut Polizei wollte die Mutter die Geburt ihres Kindes aus persönlichen Gründen nicht bekannt geben. Wie in dem Fall weiter verfahren werde, entscheide nicht die Polizei. "Im Moment ist es nur wichtig, dass es beiden gut geht", so Sprecher Schmidt. Der Rest sei Sache des Jugendamtes, gemeinsam mit der Mutter.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikel hieß es, die Polizei habe das Baby im Schnee gefunden. Am Dienstagnachmittag stellte die Polizei klar, dass das Neugeborene nicht unbeaufsichtigt im Freien war. Wir haben den Artikel dementsprechend angepasst.