Im Video spricht ein Bekannter des Opfers

Frau ermordet, zerstückelt und versenkt ihren Ehemann! Geliebter gesteht die grausige Tat

16. Juli 2019 - 23:30 Uhr

Ein ganzes Jahrzehnt lebten sie mit dem grausigen Geheimnis

Miroslawa S. steht in Köln wegen Mordes vor Gericht. Die 38-Jährige soll ihrem Ehemann, Peter J, im Juni 2008 zunächst Gift verabreicht und ihn dann mit Messerstichen getötet haben. Anschließend soll ihr Geliebter, Christian W., ihr bei der Zerstückelung der Leiche geholfen haben. Er ist wegen Beihilfe angeklagt. die Frau schweigt beim Prozessauftakt, der 45-Jährige nicht. Im Video erzählt ein Bekannter des Opfers, wie er den Toten identifiziert hat. Für ihn war der Leichenfund ein Schock.

Christian W. legt umfassendes Geständnis ab

Christian W. soll von dem Plan gewusst und bei der Entsorgung der Leiche geholfen haben.
Christian W. soll von dem Plan gewusst und bei der Entsorgung der Leiche geholfen haben.
© RTL

Aufrecht, ohne das Gesicht zu verdecken, betritt Christian W. am Dienstag Saal 7 des Kölner Landgerichts. Das Blitzlichtgewitter der Pressefotografen lässt er gelassen über sich ergehen. Ganz anders die Mitangeklagte. Die 38-Jährige hat eine Jacke über den Kopf geworfen. Sie muss von den Beamten zu ihrem Stuhl geführt werden.

Zum Prozessauftakt lässt W. über seinen Verteidiger Markus Haupt ein umfassendes Geständnis ablegen. Darin heißt es unter anderem: "Ich kann mir bis heute nicht erklären, warum ich da mitgemacht habe. Jetzt holt mich meine Vergangenheit ein." Miroslawa S. weinte, als die Anklage verlesen wurde. Sie schwieg zum Vorwurf.

"Ich hatte Albträume"

Es geht um ein Verbrechen, das die Ermittler seit 2008 beschäftigte. Am 13. Juni soll die 38-jährige Polin zunächst versucht haben, ihren Ehemann in der gemeinsamen Wohnung in Quadrath-Ichendorf heimlich zu vergiften. Als dies nicht gelungen sei, soll die Frau ihn im gemeinsamen Ehebett mit zahlreichen Messerstichen in Brust, Bauch und Hals getötet haben. 

Der 45-jährige Deutsche, ihr damaliger Geliebter, soll von dem Plan gewusst und der 38-Jährigen bei der Zerstückelung und Beseitigung der Leiche geholfen haben. Gemeinsam soll das Paar den Toten mit Cutter-Messern und einer Säge in der Badewanne zersägt und dann in Plastiksäcken unter anderem in der Maas verteilt haben. "Ich hatte Albträume. Ich habe die Bilder vom Abtrennen der Arme und Beine nicht mehr aus dem Kopf bekommen", erklärte der 45-Jährige über seinen Verteidiger vor Gericht.​

Im Rotlichtmilieu hatte es gefunkt

Spaziergänger fanden später den Torso mit Kopf. Doch die Ermittlungen verliefen zunächst erfolglos. Erst ein Zeugenaufruf bezüglich einer Tätowierung auf der Schulter des Opfers in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" soll die Ermittler auf die Spur der Angeklagten gebracht haben.

Laut der Erklärung seines Verteidigers hatte der 45-Jährige seine Mitangeklagte im Jahr 2007 im Rotlichtmilieu kennengelernt. Sie habe in einem Bordell in Bergheim als Prostituierte gearbeitet, er habe sich als selbstständiger Web-Designer auf die Erstellung von Homepages für dieses Milieu spezialisiert. Irgendwann habe es gefunkt.

"Ich habe es getan. Er ist tot."

In der heimlich geführten Beziehung soll die 38-Jährige immer wieder über ihren gewalttätigen Ehemann berichtet haben. Eine Trennung sei für sie aber nicht in Frage gekommen. In der Anklageschrift hieß es: "Die Angeklagte scheute eine von beiden Angeschuldigten gewünschte Trennung von ihrem Ehemann, da sie Angst vor dessen Reaktion hatte." Stattdessen soll sie wiederholt gesagt haben, es sei am besten, wenn ihr Mann einfach sterben würde. "Ich habe ihr gesagt, ich könne ihr nicht helfen. Allenfalls bei der Spurenbeseitigung", so der 45-Jährige über seinen Anwalt.

Als er schon nicht mehr daran geglaubt habe, dass seine Geliebte ihren Mordplan in die Tat umsetzen würde, habe er am 13. Juni 2008 einen Anruf erhalten. Er habe den Hörer abgenommen. Am anderen Ende sei die Mitangeklagte gewesen und habe gesagt: "Ich habe es getan. Er ist tot."

Der Prozess ist auf 13 Verhandlungstage bis zum 17. Oktober angesetzt.