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Frau die Treppe hinabgetreten: Politik fordert schnellere Öffentlichkeitsfahndung

Berlin
Nach den Tätern dieser Attacke fahndet die Polizei nun öffentlich.

Tat geschah schon im Oktober

Die Bilder schockieren: Eine junge Frau geht ahnungslos die Treppe zu einer Berliner U-Bahnhaltestelle hinab, als ein junger Mann sich ihr von hinten nähert und ihr in den Rücken tritt. Die Frau fällt ungebremst auf den Kopf. Erst knapp sechs Wochen später aber gibt die Polizei das Überwachungsvideo zur Öffentlichkeitsfahndung raus.

Keine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer

Das ist deutlich zu spät, findet zum Beispiel die Bundestagsabgeordnete der CDU im Berliner Bezirk Neukölln, Christina Schwarzer. Sie fordert, dass die Öffentlichkeitsfahndung sofort eingeleitet werden kann. Die Polizei selbst hält jedoch daran fest, dass die Öffentlichkeitsfahndung immer das letzte Mittel sei.

In Deutschland kann derzeit eine Öffentlichkeitsfahndung nur von einem Richter angeordnet werden, oder aber von einem Staatsanwalt, sollte „Gefahr im Verzug“ sein. Offenbar sah die Polizei aber diese akute Gefahr, dass sich eine Tat wie diese wiederholen könnte nicht und verzichtete so auf dieses Mittel. Dass oft mehrere Wochen oder gar Monate zwischen Tat und Öffentlichkeitsfahndung liegen, ist Experten zu Folge eher Regel als Ausnahme.

Die Polizei erhofft sich jetzt Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler gehen davon aus, dass es keine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer gegeben hat, das mache die Aufklärung des Falls besonders schwierig.

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