Frau bekommt Baby im Flugzeug - hatte sie alles so geplant?

22. Oktober 2015 - 19:00 Uhr

Der Mutter droht eine Zahlung von fast 30.000 Euro

Vor rund einer Woche verbreitete sich ein Video im Netz, das die Geburt eines Babys im Flugzeug zeigt. Auf dem Flug von Bali nach Los Angeles bekam eine Frau aus Taiwan ihr Baby – in rund 9.000 Metern Höhe. Nun bekommt diese Geschichte einen bitteren Beigeschmack: Denn der Frau wird vorgeworfen, sie habe sich damit die amerikanische Staatsbürgerschaft für ihr Baby erschleichen wollen.

Flug von Bali nach Los Angeles
Ein Passagier filmte den Moment, als die Frau an Bord das Baby bekam.
© Youtube/ The Kitchen Doc

Die Frau wurde bereits nach Taiwan abgeschoben. Ihr Baby aber befindet sich noch in einem amerikanischen Krankenhaus. Dort ist es derzeit in der Obhut des Bundesstaates Alaska. Berichten chinesischer und taiwanesischer Medien zufolge, soll die Mutter nun umgerechnet fast 30.000 Euro bezahlen, da das Flugzeug außerplanmäßig landen musste. Denn als die Wehen bei der Frau einsetzen, entschied der Pilot, die Maschine auf dem Ted Stevens Anchorage Flughafen in Alaska zwischenlanden. Dadurch verzögerte sich der 19-Stunden Flug.

Außerdem kommen nun weitere Details ans Licht. So soll laut 'Shanghaiist News' die Flugbegleiterin Lucienne Chen in einem Facebook-Post erzählt haben, dass die Frau verschwiegen habe, dass sie in der 36. Woche schwanger war. Laut Vorschrift bräuchten Schwangere ab der 32. Schwangerschaftswoche allerdings das Go vom Arzt, um in ein Flugzeug steigen zu dürfen. Weiter soll es in dem Post heißen, dass sie den Flughafen-Mitarbeitern lediglich sagte, sie fühle sich ein wenig aufgebläht.

Weiter heißt es, die Frau habe sich geweigert, sich im Flugzeug auf die Geburt vorzubereiten. Immer wieder soll sie gefragt haben, ob sich das Flugzeug bereits in amerikanischem Luftraum befinde.

Im Netz sorgt diese Wendung in der Geschichte nun für Ärgernis. Flugbegleiterin Chen schreibt in ihrem Post: "Ein ganzes Flugzeug musste umgeleitet werden, was Ablaufprobleme für all die unschuldigen Passagiere bedeutete. Die Crew musste ebenfalls eine Nacht in Alaska bleiben. Kennen sie die tatsächlichen sozialen Kosten ihres Handelns?" Der Post wurde mittlerweile fast 25.000 Mal geteilt.

Vor allem aber liegt gerade ein Neugeborenes in einem Krankenhaus irgendwo in Alaska – ohne seine Mutter.