RTL News>News>

Frau bedankt sich bei Einbrechern, die ihr Haus ausräumten

Frau bedankt sich bei Einbrechern, die ihr Haus ausräumten

"Materielle Dinge sind die Tränen nicht wert"

"Danke, dass ihr unseren Fernseher mitgenommen habt, weil wir als Familie jetzt mehr miteinander sprechen. Danke, dass ihr mir vor Augen geführt habt, dass all diese materiellen Dinge die Tränen nicht wert sind. Meine Familie ist sicher und unverletzt. Das ist das Wichtigste". Mit diesen Worten beginnt der Facebook-Post der jungen Mutter Alexandra Patricia Mahjouri. Darin richtet sie sich an die Einbrecher, die zwei Tage zuvor das Haus der jungen Familie leer geräumt haben.

Bewegender Post: Frau bedankt sich bei Einrechern
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Alexandra und Andre Mahjouri

Ein Einbruch ist wohl der Albtraum eines jeden. Wer es schon erleben musste, weiß, dass meist nicht nur der Verlust materieller Dinge schmerzt, vor allem, wenn sie mit Erinnerungen verbunden sind. Häufig ist es die Gewissheit, dass fremde Menschen in das Privateste eingedrungen sind, die den Opfern zu schaffen macht, ihnen jedes Gefühl der Sicherheit nimmt. So geht es auch Alexandra aus Derby in Großbritannien. Im Internet wird sie jetzt dafür gefeiert, wie sie mit der traumatischen Erfahrung umgeht, denn statt den Tätern ihre Wut und Trauer zu offenbaren, macht sie genau das Gegenteil.

"Danke, dass ihr mir gezeigt habt, was für tolle Freunde und Bekannte wir haben. So viele Menschen haben angerufen, uns geschrieben, sind vorbeigekommen, um zu helfen und haben uns Trost gespendet", schreibt die junge Mutter. In ihrem Post erzählt sie auch, welches Märchen sie ihrem 4-jährigen Sohn auftischen musste, dass wenigstens er nichts von dem Einbruch mitbekommt. "Uns ist es gelungen, ihm weiszumachen, dass Buddy, der Elf und Disney, seine Katze, dieses Chaos verursacht und seine Sachen versteckt haben. Wir müssen jetzt versuchen, sie zu finden".

"Gebt das Geld für eure Kinder aus"

Bewegender Post: Frau bedankt sich bei Einrechern
Kurz vor dem Einbruch erfuhr Alexandra, dass sie mit ihrem zweiten Kind schwanger ist.

Ihre Botschaft verbindet Alexandra mit einer konkreten Aufforderung, denn die Täter haben auch die Weihnachtsgeschenke und die Spardose ihres Sohnes gestohlen. "Gebt das Geld für eure Kinder aus. Mein Sohn wollte davon einem kleinen Jungen, der noch nie Geschenke bekommen hat, etwas zu Weihnachten kaufen." Und weiter: "Ich hoffe, die Augen eurer Kinder werden genauso leuchten, wie es die meines Sohnes zu Weihnachten getan hätten". Die Reaktionen der Facebook-User sind rührend.

"Das ist so eine tolle Botschaft, die zeigt, wie starkt du bist", kommentiert eine Userin den Beitrag. "Ich weiß, wie sie das anfühlt. Lass dich nicht unter kriegen", schreibt ein anderer. Und manche gehen sogar noch weiter: "Ich habe eine angemietete Garage mit allerhand Sachen, die ich nicht mehr brauche. Du kannst uns gerne besuchen kommen und dir alles aussuchen, was du willst: Spielzeug, Möbel oder Bücher", bietet eine Frau an.

Ein wenig Wehmut bleibt am Ende aber doch, denn die Einbrecher haben auch Erinnerungen gestohlen, die nicht ersetzbar sind. "Einige Schmuckstücke, die ihr mir geklaut habt, haben meinem Vater gehört, der vor sechs Jahren verstorben ist. Andere waren Geschenke, die er mir gemacht hat. Ich hoffe, euch gelingt es, alles zu verkaufen", schreibt Alexandra. Und dann gibt sie den Tätern noch eine kleine Warnung mit auf den Weg: "Auf einem bestimmtem Schmuckstück, einer silbernen Tiffany-Kette, ist mein Name eingraviert. Das könnte hinderlich für euch sein".

Dieser Inhalt kann nicht angezeigt werden

Es tut uns leid,
bitte versuchen Sie es später noch einmal.