Plastikbezüge und Absperrwand

Frau baut "Hygiene-Taxi" gegen Coronavirus

27. März 2020 - 18:14 Uhr

Risikopatienten sind vom "Hygiene-Taxi" begeistert

Plastikbezüge über den Sitzen, eine Folie zwischen Fahrersitz und Rückbank, Mundschutz- und Handschuhpflicht: Taxifahrerin Ingrid K. aus dem niedersächsischen Wathlingen hat ihre Autos aufgerüstet und dem Coronavirus den Kampf angesagt. Vor allem Risikopatienten sind begeistert vom "Hygiene-Taxi", wie unser Video zeigt.

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Folie zwischen Vorder- und Rücksitzen als Notbehelf

"Ich liebe meine Gäste, sie sind meine Familie", ist sich die 64-Jährige ihrer Verantwortung bewusst. Das weiß auch Chemo-Patient Siegfried. Er nimmt Ingrids Dienste zweimal pro Woche in Anspruch. "Sie achtet darauf, dass ich gesund bleibe", lobt er das Engagement der Taxifahrerin. Und Bianca, Mutter eines schwerkranken Kindes, ergänzt: "Wir fühlen uns nicht allein gelassen."

Handschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel sind bei Ingrid selbstverständlich. Eigentlich wollte sie zusätzlich eine Plexiglaswand zwischen Vorder- und Rücksitzen einbauen lassen, doch die gab es nicht mehr. Deshalb muss vorerst eine Folie als Schutzwand herhalten.

Umsatzrückgang von rund 50 Prozent

Ingrid befördert zu 90 Prozent Stammkunden: meist kranke und ältere Menschen, die ins Krankenhaus, zum Arzt oder zur Dialyse müssen. So wie die Kunden auf Ingrids "Hygiene-Taxi" angewiesen sind, benötigt sie auch die Einnahmen. Das Geschäft ist um etwa 50 Prozent eingebrochen. Dem kann Ingrid sogar etwas Positives abgewinnen: "Die Leute haben verstanden, zu Hause zu bleiben."

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