21. April 2019 - 17:49 Uhr

von Irena Bauer

Also ich muss ganz ehrlich zugeben: Meine Motivation ist im Keller. Und da ist sie nicht zum Lachen hingegangen. Mir ist eher nach Weinen zumute. Ich hatte mir so viel vorgenommen, so viel geplant. Und was war? Nichts! 2 Wochen voller Motivation und dann passiert eh nichts. Sport? Ha! Was ist das? Ernährung? Naja, das war der einzige Punkt, an den ich mich halbwegs gehalten habe. Ich habe viel selbst gekocht und einigermaßen ausgewogen gegessen. Mir ist aber klar, dass es viel zu wenig ist. Was kann ich also tun? Im Video nehme ich Sie mit auf die FIBO 2019!

Dieser Ort ist perfekt, wenn der innere Schweinehund mal wieder zu groß wird

Nun kam es zu dem glücklichen Zufall, dass die FIBO 2019 in Köln stattfand. Und wo könnte man sich besser motivieren lassen? Also bin ich, an dieser Stelle sage ich DANKE an meine Kollegen, die mich hingeschickt haben, an einem Samstagmorgen hin marschiert. In Sportklamotten versteht sich.

Zu Beginn war meine Skepsis groß. Tausende von Menschen, die alle durchtrainiert und mit Waschbrettbauch ihre knappe Sportkleidung zur Schau trugen, ließen mich ein wenig unbehaglich fühlen. Könnte auf den ein der anderen durchaus abschreckend wirken. Aber Rückzug kam für mich nicht in Frage. Also bin ich rein, trotz Speckröllchen und mangelnder Ausdauer. Schließlich wollte ich ja ursprünglich auch fit, gesund und sportlich werden, auch wenn ich das Ziel kurz aus den Augen verloren habe.

Ich habe dort auch brav einiges ausprobiert. Die Vibrationsplatte hatte es mir besonders angetan. Man wird so richtig schön durchgeschüttelt, von Kopf bis Fuß. Da können meine Speckröllchen doch gar keine Chance mehr haben. Also sexy sieht natürlich anders aus, aber das kommt ja noch. Ehrlich gesagt werden die 15 Minuten darauf nicht wirklich viel gebracht haben, aber innerlich fühlte ich mich um 15 Kilo leichter. Ist ja auch ein Anfang.

Muskelkater meines Lebens?!? Fehlanzeige!

Mit neuem Kampfgeist machte ich mich dann auch noch zum Testen des EMS-Trainings auf. Ich kann Ihnen sagen: Führt man da etwas nicht richtig aus und verpasst den Strom-Impuls, steht man da wie in einem Schraubstock und kann sich nicht mehr bewegen. Ob das so gut ist, erzähle ich aber in meiner nächsten Kolumne noch ausführlich.

Eines hätte ich schon fast wieder vergessen: Nach all diesen Trainings konnte ich mich wirklich absolut nicht mehr bewegen. Jede Faser meines Körpers tat weh, jeder Muskel brannte. Ich habe mich nur noch auf die Couch geworfen und auf den Muskelkater meines Lebens gewartet.

Am nächsten Morgen allerdings habe ich kaum noch was gemerkt. Es hat hier und da gezwiebelt und das Treppensteigen war anstrengender als vorher. Aber im Großen und Ganzen ging es mir überraschend gut. Vielleicht bin ich doch nicht ganz so unsportlich, wie ich dachte. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Danke FIBO für die Motivation und die neue Energie. Ich bin wieder auf dem richtigen Weg!