2019 M02 12 - 20:45 Uhr

von Irena Bauer

Hübsch zurecht gemacht in einem Kleid der Größe 38, so sportlich und fit wie noch nie zuvor. Ich mit nur 63 Kilogramm auf den Rippen und wahnsinnig stolz, dass ich in den drei Monaten davor 17 Kilo abgenommen hatte – das war Weihnachten 2017. Heute, etwas mehr als ein Jahr später, sieht das schon wieder ganz anders aus. Bei einer Größe von 1,68 Meter wiege ich nun wieder über 80 Kilogramm. Ich hätte nie gedacht, dass es mich irgendwann mal trifft – aber der Jo-Jo-Effekt hat auch bei mir gnadenlos zugeschlagen. Ich bin enttäuscht von mir und meiner nicht-vorhandenen Disziplin. Weihnachten 2017 hatte ich mir noch geschworen, dass der Zeiger der Waage nie wieder über 80 geht und was ist jetzt? Es ist höchste Zeit, etwas zu ändern!

Wie hoch mein BMI ist und was meine Haupt-Problemzonen sind, das sehen Sie im Video.

Früher war alles besser – zumindest mein Stoffwechsel

Als ich noch um die 20 war, da ging das alles viel einfacher. Ich musste nur drei Tage weniger essen und - schwups - hatte ich drei oder vier Kilo weniger auf der Waage – und die blieben auch unten. Es war einfach magisch. Und heute? Ich muss Schokokuchen oder Pommes nur ansehen und merke schon, die Hose zwickt. Mit über 30 ist mein Stoffwechsel zu einem richtigen Arsch mutiert. Aber gut, ich muss mich damit abfinden, darf es aber auf keinen Fall einfach so hinnehmen.

Was mein Gewicht mit meinem Lebensstil zu tun hat? Wahrscheinlich alles!
​Ich bin Redakteurin in Vollzeit und mit vollem Herzblut. Ich liebe meinen Job, das bedeutet aber auch, dass ich sehr, sehr viel am Schreibtisch sitze. Und ich habe ein noch anderes, viel größeres Problem: Ich liebe Essen. Ich bin ein Genussmensch durch und durch. Und ich meine: Hallo? Wir leben schließlich nur einmal und warum soll man sich dann den ganzen Tag quälen und verzichten? Ja, jetzt denken Sie bestimmt: "Wie will die mit dieser Einstellung abnehmen?" Mein Plan ist es, meine Gewohnheiten umzustellen, ich möchte mein Leben umkrempeln, ohne den Spaß daran zu verlieren. Gesunde und ausgewogene Ernährung kann auch lecker sein – davon bin ich überzeugt. Der Speck muss weg!

Wenn man beim Treppensteigen aus der Puste kommt, MUSS sich etwas ändern

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich weiß, dass ich nicht übermäßig übergewichtig bin. Aber ich bin mit mir selbst einfach nicht mehr zufrieden. Meine Kondition lässt natürlich auch zu wünschen übrig. Das merke ich besonders jetzt, nachdem ich in eine neue Wohnung gezogen bin. Dritte Etage – ohne Aufzug wohlgemerkt. Die Treppen machen mich fertig – wirklich fix und fertig. Und während ich so meine ganzen Sachen in die Bude schleppte, habe ich für mich entschieden, dass es so nicht weitergehen kann. Und so sitze ich jetzt hier und weiß: Ich möchte mich und meinen Leben ändern. Und wissen Sie, was das Beste an alldem ist? Ich werde meine Erfahrungen hier mit Ihnen teilen. Vielleicht ist der ein oder andere unter Ihnen dabei, der genauso denkt und mit mir starten möchte.

Der Entschluss steht – und jetzt?
Mein Schweinehund-Schlachtplan: Ich werde keine bestimmte Diät machen, sondern meine Ernährung umstellen und mir eine Sportart suchen, die mir wirklich Spaß macht. Vorher werde ich mich von meiner Hausärztin und meinem Hautarzt durchchecken lassen, um zu sehen, wie sich mein Körper verändert. Mein Gewicht steht für mich nicht an erster Stelle, ich möchte mich schlichtweg wieder gesund und fit fühlen und diese Müdigkeit hinter mir lassen.

Dabei habe ich mir eines fest vorgenommen: Diesmal gibt es kein zurück. Ich bin bereit, alles auf den Kopf zu stellen! Und dafür ist GENAU JETZT der perfekte Zeitpunkt. Ich nehme meinen inneren Schweinehund an die Leine und bringe ihn dazu, aus meinen Gedanken auszuziehen. Let's do it!