20. Februar 2019 - 14:21 Uhr

von Irena Bauer

Eines möchte ich vorweg sagen: Ich habe keine Waage zu Hause. Und ich möchte auch keine Waage haben, denn ich mag sie nicht und ich werde mich auch niemals mit ihr anfreunden. Sie vermittelt mir kein gutes Gefühl. Ich möchte hier nicht von Hass sprechen, aber ich habe wirklich eine Angst davor entwickelt, auf dieses quadratische Ding zu steigen, um zu sehen, wie viel ich wiege. Oder in meinem Fall – was ich zu viel wiege.

Ich nehme die Zahl auf der Waage einfach nicht ganz so ernst

Wenn man einmal angefangen hat, abzunehmen, dann ist es sicher auch ganz toll und motivierend, wenn man auf die Waage steigt und die Kilos purzeln. Doch an diesem Punkt bin ich noch lange nicht und deshalb kommt mir auch erstmal keine Waage ins Haus. Zudem vertrete ich auch die Meinung, dass die Anzahl der Kilos nichts über die Gesundheit oder den Körperbau aussagt.

Und nein, ich rede keinesfalls von schweren Knochen – aus diesem Alter bin ich raus. Aber jeder weiß doch, dass Muskeln mehr wiegen als Fett. Deswegen sollte man auch die gemeine Zahl im Display nicht ganz sooo ernst nehmen. Da vertraue ich lieber auf die Zahl auf dem Maßband. Denn das ist für mich und meine Gesundheit im Moment aussagekräftiger.

Aber ganz auf die Waage verzichten kann ich natürlich auch nicht

Stolze 83,1 Kilogramm zeigt mir meine böse Waage an.
Stolze 83,1 Kilogramm zeigt mir meine böse Waage an.
© rtl.de

Deswegen musste auch ich mich zum Start einmal ordentlich wiegen. In der Vergangenheit hab ich so Einiges ausprobiert, um die Waage auszutricksen: Nur auf Zehenspitzen draufstellen, oder nur auf der Fußaußenkante hinstellen. Man mag es kaum glauben, aber dabei kann man wirklich so ein bis zwei Kilo "einsparen". Doch an der Realität ändert es selbstverständlich nichts. Und deshalb habe ich mich diesmal auch wirklich komplett auf die Waage gestellt: 83,1 Kilogramm. Das ist die bittere Wahrheit, der ich jetzt ins Auge blicken muss. So viel habe ich noch nie gewogen und deshalb möchte ich es jetzt auch ändern.

Im nächsten Schritt werde ich mich noch richtig ausmessen, eine Stoffwechselanalyse machen, eine Hautärztin aufsuchen und Glaubersalz testen. Doch dazu später mehr. Ich muss jetzt erstmal die 83,1 Kilo verdauen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Frühere Einträge von "Frau Bauer und ihr Schweinehund"

Hier können Sie noch einmal nachlesen, wieso ich den Entschluss gefasst habe, mein Leben zu ändern. Und vor allem was mich dazu motiviert.