Weil die Geburtenrate so niedrig ist

Französischer Bürgermeister will Viagra verteilen

Erection problem
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24. Mai 2019 - 7:59 Uhr

Viagra soll helfen, französisches Dorf vor dem Aussterben zu bewahren

Um die Geburtenrate anzukurbeln, will ein französisches Dorf südlich von Paris jetzt kostenlos Viagra verteilen. Es gebe nicht genügend Kinder, um künftig alle Schulklassen in Montereau zu füllen.

"Ein Dorf ohne Kinder ist ein Dorf, das stirbt"

Eine Gemeindeverordnung sieht die Verteilung der kleinen blauen Pillen an Paare zwischen 18 und 40 Jahren vor. Wer für die Kosten für das Potenzmittel aufkommt, werde man sehen, wenn das erste Paar nach einer Schachtel Viagra im Rathaus frage, so Jean Debozuy, Bürgermeister der 600-Einwohner-Gemeinde. "Ein Dorf ohne Kinder ist ein Dorf, das stirbt." Zwei Schulen stehen sogar kurz vor der Schließung, weil nicht genügend neue Kinder nachkommen. 

Viagra: 15 harte Fakten

ARCHIV - 09.09.2003, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Zwei Tabletten Viagra liegen auf einer Medikamentenverpackung. (zu dpa «Kinderschwund - Französischer Bürgermeister will Viagra verteilen") Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Viagra
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Viagra ist in Deutschland rezeptpflichtig. Und das aus gutem Grund: Der Arzt müsse prüfen, ob der Patient die Nebenwirkungen vertrage, sagt Wolfgang Bühmann, Sprecher des Berufsverbands der Deutschen Urologen. Die Frage lautet etwa: Kommt ein 80-Jähriger rein körperlich damit zurecht, dass er wieder kann? Schließlich beeinflussen Viagra & Co. das Herz-Kreislaufsystem. Neben Kopfschmerzen und Sehstörungen können die Pillen auch zu einer schmerzhaften Dauererektion führen. Und die ist sicher nicht im Sinne des Anwenders. Weitere Fakten zu Viagra lesen Sie hier.