Französische Pyrenäen: Urlauber aus Ski-Gondeln gerettet

Die meisten Eingeschlossenen wurden aus den eiförmigen Gondeln abgeseilt.
© dpa, Véronique Bavencove

24. Dezember 2012 - 15:47 Uhr

Dramatische Stunden

Was für ein dramatischer Auftakt des Weihnachtsurlaubs: 73 Touristen saßen vier Stunden in der Seilbahn im französischen Bagnères-de-Luchon, gut 100 Kilometer südwestlich von Toulouse, fest.

Dann wurden die meisten Eingeschlossenen von mehr als 80 Helfern aus den eiförmigen Gondeln abgeseilt. Im mittleren Teil der Bahn mussten etwa 20 Touristen dagegen in Helikopter gezogen und ins Tal geflogen werden.

Antriebskette war gebrochen

Auch Dank des milden Wetters wurde nach Angaben der Präfektur Haute-Garonne niemand verletzt. Das Tal und weite Teile des Seilbahnhanges waren schneefrei.

Die Seilbahn mit weißen Vierergondeln führt aus Luchon von 600 Metern Höhe bis auf 1.800 Meter ins Skigebiet Superbagnères. Ursache des Zwischenfalls war nach Angaben von Seilbahnchef Patrice Gaut eine gebrochene Antriebskette. Dies sei zwar "kein großes Problem", aber die Kabinen hätten nicht zurück zu den Stationen gesteuert werden können. Deswegen sei die Evakuierung beschlossen worden.