Französin in mexikanischer Haft führt zu diplomatischer Krise

12. Februar 2016 - 20:12 Uhr

Der Fall einer jungen Französin, die seit fünf Jahren in Mexiko im Gefängnis sitzt, hat zu einer diplomatischen Krise zwischen beiden Ländern geführt. Mexiko droht damit, ein in Frankreich geplantes Mexiko-Jahr platzen zu lassen, wenn es der inhaftierten Florence Cassez gewidmet werde, sagte der mexikanische Botschafter in Paris, Carlos De Icaza, dem Sender BFM TV. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy fordert seit Jahren vergeblich die Auslieferung der jungen Französin.

Die 36-Jährige war 2008 von einem mexikanischen Gericht wegen Entführung zu 96 Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde später auf 60 Jahre reduziert. Cassez war mit einem mexikanischen Bandenchef liiert, der die Entführung von zehn Menschen und einen Mord gestanden hat. Sie beteuert bis heute ihre Unschuld. Sarkozy hatten nach einem Treffen mit den Eltern der 36-Jährigen am Montagabend betont, dass er an dem Mexiko-Jahr festhalten, es aber der jungen Französin widmen wolle.