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Franziska Giffey: „Kinderlosigkeit ist kein Makel, Kinderlosigkeit ist kein Tabu“

Franziska Giffey will sich für ungewollt Kinderlose einsetzen

„Kinderlosigkeit ist kein Makel, Kinderlosigkeit ist kein Tabu“

 Familienministerin Franziska Giffey am 19. August 2020 an der Kabinettsitzung der Bundesregierung im Kanzleramt in Berlin teil. Kabinettsitzung der Bundesregierung *** Minister for Family Affairs Franziska Giffey at the Cabinet Meeting of the Federa
Familienministerin Franziska Giffey am 19. August 2020 an der Kabinettsitzung der Bundesregierung im Kanzleramt in Berl
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Fast jedes zehnte Paar ist ungewollt kinderlos

Und wieder ist eine Freundin, Kollegin, Cousine oder Nachbarin schwanger: Jeder zehnten Frau in Deutschland wird das – trotz aller Freude über das neue Baby im Umfeld – einen Stich versetzen: Denn nach Angaben des Familienministeriums ist fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Familienministerin Franziska Giffey will diesen Frauen und Männern jetzt Mut machen.

Franziska Giffey will kinderlose Paare mehr unterstützen

„Kinderlosigkeit ist kein Makel, Kinderlosigkeit ist kein Tabu“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf eine Studie. Demnach ist die Zahl derjenigen deutlich gestiegen, die sich aufgrund ihrer Kinderlosigkeit stigmatisiert und diskriminiert fühlen, wie es in dem Bericht heißt.

Hintergrund ist die Untersuchung „Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“ des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung, über die die Funke-Zeitungen vorab berichteten. „Wir sehen, dass Viele, die ungewollt kinderlos sind, sich stigmatisiert fühlen, dass sie sich teilweise diskriminiert und sozial ausgegrenzt fühlen. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Studie“, sagte Giffey im RTL-Interview.

Es sei deshalb wichtig, mehr als bisher über das Thema zu sprechen, über Unterstützungsangebote aufzuklären und betroffenen Paaren Mut machen.

„Wir brauchen drei Dinge. Das ist einmal die Aufklärung über Möglichkeiten von Kinderwunschbehandlungen. Wir brauchen eine gute Beratung für Paare, die sich häufig auch alleingelassen fühlen, sich nicht so gut auskennen mit den Möglichkeiten, die sie haben. Und auch Niemanden finden können, mit dem sie darüber sprechen können. Und zum Dritten ist es so, dass mit einer Kinderwunschbehandlung auch Kosten verbunden sind. Und deshalb braucht es finanzielle Unterstützung,“ so Giffey weiter.

Seit 2012 unterstützt der Bund ungewollt kinderlose Paare mit einem finanziellen Zuschuss zu Behandlungskosten. In diesem Jahr stellt der Bund für die Bundesinitiative zur Unterstützung ungewollt Kinderloser 10 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang beteiligen sich neun Bundesländer an dem Programm. Bis zum Jahresende soll nach Angaben des Bundesfamilienministeriums Bayern als zehntes Land hinzukommen. „..und wir arbeiten daran, dass die restlichen 6 auch noch dazukommen.“ verspricht die Familienministerin.

Sie sind auch ungewollt kinderlos?

Sie wollen sich zum Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ informieren? Hier haben wir für Sie die wichtgsten Infos zu diesem Thema zusammengefasst.Unter anderem finden Sie dort eine Übersicht über alle wichtigen Begriffe rund um künstliche Befruchtung oder auch mögliche Ursachen, warum Sie nicht schwanger werden .

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