Kein Kükenschreddern mehr

Frankreich will das Töten von männlichen Küken verbieten

© dpa, Danny Gohlke, vco

31. Januar 2020 - 15:26 Uhr

Kükenschreddern ab 2021 verboten

Etwa 50 Millionen Küken werden pro Jahr in Frankreich getötet. Das soll ab 2021 ein Ende haben, wie Landwirtschaftsminister Didier Guillaume dem Fernsehsender "BFM-TV" sagte. Auch die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung soll dann untersagt werden.

Unternehmen sollen verpflichtet werden

Guillaume will alle Unternehmen in Frankreich verpflichten, auf das Kükentöten zu verzichten. Mit Spanien und Deutschland habe er sich außerdem auf die Einführung eines gemeinsamen Tierwohl-Labels geeinigt.

Landwirtschaftsministerin Klöckner hofft auf neue Technik

Auch in Deutschland werden jedes Jahr etwa 45 Millionen männliche Küken aus wirtschaftlichen Interessen getötet. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hofft auf ein neues Verfahren, das den massenhaften Tod von männlichen Küken beenden könnte. Bei dieser Technik würde das Geschlecht vor dem Ausbrüten bereits im Ei erkannt. Männliche Küken schlüpfen damit erst gar nicht, diese Eier würden dann zu Tierfutter verarbeitet. Diese Methode ist allerdings noch nicht serienreif.

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Für diese Eier müssen keine Küken sterben

Schon jetzt gibt es in deutschen Supermärkten Eier aus Brütereien, in denen weibliche und männliche Küken aufgezogen werden. Die sogenannten Bruderhahn-Eier sind jedoch teurer und damit laut Handel nicht massentauglich.