Frankreich verstärkt Kampf gegen Al-Kaida

12. Februar 2016 - 19:56 Uhr

Nach dem gewaltsamen Tod einer französischen Geisel will die Regierung in Paris ihren Kampf gegen die Extremisten-Organisation Al-Kaida ausweiten. Dazu werde die militärische Unterstützung der nordafrikanischen Länder verstärkt, kündigte Ministerpräsident Francois Fillon an. Zuvor hatte Präsident Nicolas Sarkozy bestätigt, dass ein 78-jähriger in Niger entführter und von der Al-Kaida festgehaltener Franzose nach einer Rettungsaktion des französischen Militärs ums Leben gekommen sei.

"Wir befinden uns im Krieg mit Al-Kaida und das ist der Grund, warum wir die mauretanischen Einheiten im Kampf gegen Al-Kaida seit Monaten unterstützten", sagte Fillon dem Sender Europe 1. Angesprochen auf Sarkozys Äußerung, der Tod der Geisel werde nicht ungestraft bleiben, erklärte Fillon, damit sei keine militärische Vergeltungsaktion gemeint gewesen: "Frankreich verübt keine Vergeltung", erklärte er. Die Regierung verfolge weiter den Kurs, mit Geiselnehmern zu verhandeln, um das Leben französischer Staatsbürger zu retten.

Sarkozy hatte erklärt, er habe der Befreiungsaktion mit mauretanischen Einheiten in Mali in der vergangenen Woche nur zugestimmt, nachdem jeder Versuch zur Verhandlung mit den Geiselnehmern fehlgeschlagen sei. Zudem habe er nach Ablauf eines Al-Kaida-Ultimatums um das Leben der Geisel gefürchtet.