Frankreich verfehlt Sparziel

12. Februar 2016 - 19:56 Uhr

Frankreich hat im vergangenen Jahr mehr neue Schulden gemacht als erwartet. Eigentlich darf die Neuverschuldung nach EU-Regeln nicht über drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen. Frankreich kommt aber auf 4,8 Prozent des BIP, wie die Statistikbehörde Insee mitteilte. Als Zielgröße für das Haushaltsdefizit hatte die Regierung einen Wert von 4,5 Prozent angegeben.

Der Gesamtschuldenstand Frankreichs stieg im Laufe des vergangenen Jahres um 116,9 Milliarden Euro auf einen Gesamtbetrag von rund 1,834 Billionen Euro. Er erreichte damit den Rekordwert von 90,2 Prozent des BIP nach 85,8 Prozent Ende 2011. Als Zielwert waren 89,9 Prozent vorgesehen. Laut EU-Regeln sollte die Staatsverschuldung eigentlich 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht übersteigen.