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Frankreich: Junge (5) muss sterben, weil er ins Bett gemacht hat

Stiefvater jagte ihn kilometerlang durch die Nacht

In Nordfrankreich will ein Stiefvater einen Fünfjährigen bestrafen, weil dieser ins Bett uriniert hat. Dazu jagt er den Jungen nach französischen Medienberichten kilometerlang durch die Nacht. Stunden später ist das Kind tot. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Tötung. Der Fall erschüttert Frankreich.

Tragischer Tod eines unschuldigen Kindes in Nordfrankreich! In der Gemeinde Aire-sur-las-Lys (50 Kilometer westlich von Lille) soll der fünfjährige Yanis von seinem Stiefvater so brutal bestraft worden sein, dass er starb.

Weil der Junge nachts ins Bett gemacht hatte, habe der Stiefvater ihn nach eigenen Angaben maßregeln wollen. Nach ersten Ermittlungen ließ er das Kind dazu mitten in der Nacht nur in Unterhose bekleidet mehrere Kilometer an einem Kanal entlanglaufen. Vermutlich verfolgte er den Jungen dabei auf einem Fahrrad.

Kurze Zeit später wurde Yanis leblos in der Nähe des Kanals gefunden, nachdem der Vater die Polizei alarmiert hatte. Der Junge hatte lediglich eine Unterhose an und war nach ersten Erkenntnissen mindestens zweimal auf den Kopf gefallen. Die anschließende Obduktion der Leiche ergab, dass der Fünfjährige an einem Schädeltrauma nach vorsätzlicher Gewalteinwirkung starb. Ob das allerdings nur an der nächtlichen Hetzjagd lag, ist noch unklar.

Yanis wurde regelmäßig misshandelt

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Saint-Omer. Sie geht davon aus, dass der Junge regelmäßig misshandelt wurde. Französische Medien berichten übereinstimmend, dass die Ermittler beim kleinen Yanis mehrere Prellungen im Gesicht und eine gebrochene Nase feststellen konnten. Das könnte für eine regelmäßige Misshandlung des Jungen sprechen. Die 23 Jahre alte Mutter und der 30-jährige Stiefvater blieben auch deshalb vorerst in Polizeigewahrsam.

Für die Sozialbehörden der Gemeinde Aire-sur-las kommt der Fall überraschend: Die Familie war bislang nicht aufgefallen. Im Kindergarten, den der Junge besuchte, waren nie Spuren von Gewalt aufgefallen. Die französische Zeitung 'Figaro' berichtet, beide Elternteile seien arbeitslos gewesen. Das Paar war demnach seit Sommer 2015 zusammen. Während Nachbarn die Mutter als freundlich und zurückhaltend beschrieben, sei der Vater gelegentlich durch Wutanfälle aufgefallen.

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