Frankreich: EHEC-verdächtige Sprossensamen aus England

12. Februar 2016 - 20:00 Uhr

Die Sprossensamen, die in Frankreich mehrere EHEC-Fälle ausgelöst haben sollen, stammen nach französischen Regierungsangaben aus Großbritannien. Im Raum Bordeaux waren zehn Menschen erkrankt, nachdem sie Sprossen von Senf, Bockshornklee und Rucola gegessen hatten. Bei zwei Patienten seien EHEC-Keime des aggressiven Stamms O104 gefunden worden, hatte die regionale Gesundheitsbehörde mitgeteilt.

Der Staatssekretär für Verbraucherschutz, Frédéric Lefebvre, nannte am Freitagabend den britischen Saatgut- und Pflanzenversand Thompson & Morgan als Lieferanten der fraglichen Samen. Die Firma habe die französische Gartencenter-Kette Jardiland beliefert. Aus dort gekauften Samen haben städtische Angestellte nach Angaben der Zeitung 'Le Figaro' dann die Sprossen gezogen, die bei einer Party in einer Kinderkrippe verzehrt wurden. Lefebvre verlangte einen sofortigen Verkaufsstopp dieser Samen.