Frankreich bittet Biertrinker und Raucher zur Kasse

12. Februar 2016 - 19:52 Uhr

Biertrinker und Raucher sollen in Frankreich frisches Geld in die Sozialversicherungskassen spülen. Mit einer Steuererhöhung auf Gerstensaft will die Regierung im kommenden Jahr rund 480 Millionen Euro zusätzlich einnehmen. Eine weitere Erhöhung der Abgaben auf Tabakprodukte zum 1. Juli 2013 soll jährlich rund 250 Millionen Euro bringen. Umgerechnet werde ein kleines Glas Bier mit 0,25 Litern im Schnitt um fünf Cent teurer, teilte die Regierung mit.

Die Steuern auf Zigaretten und andere Rauchprodukte waren gerade erst deutlich angehoben worden. Händler befürchten, dass Raucher deswegen künftig vermehrt in Nachbarländern einkaufen werden. Das Defizit der französischen Sozialversicherung inklusive des Alterssolidaritätsfonds wird für das kommende Jahr auf 13,9 Milliarden Euro geschätzt.