Neue Corona-Maßnahmen der Bundesregierung ab 2. November

Frankfurter Virologe Martin Stürmer: Nach Teil-Lockdown muss sich Verhalten ändern

Dr. Martin Stürmer ist Virologe am Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe Universität.
© rtl.de, privat

29. Oktober 2020 - 6:59 Uhr

Neue Corona-Maßnahmen können die 2. Welle brechen

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für sinnvoll, um die zweite Welle zu brechen – aber nur dann, wenn sich danach das Verhalten ändert. "Es steht und fällt damit, dass sich die Menschen bewusst sind, dass es ohne ihr Mitwirken nicht funktioniert", sagte der Laborleiter und Dozent.

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Auch nach Teil-Lockdown: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen

Mit massiven Kontaktbeschränkungen gebe es eine gute Chance, die Infektionsketten zu durchbrechen, sagte Stürmer. Nur müssten die Menschen nach der "Rückkehr in den Normalbetrieb" wieder darauf achten, sich an bestimmte Maßnahmen wie das Lüften oder die AHA-Regeln - Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen - zu halten. "Sonst führt das in eine Endlosschleife", sagte Stürmer. Die Entwicklung der Fallzahlen habe gezeigt: "Die Menschen sind zu leichtsinnig geworden."

Video: Das sind die neuen Corona-Regeln

Frankfurter Virologe Martin Stürmer sieht keine Chance auf ein "normales Weihnachten"

Dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben, sieht der Frankfurter Virologe nicht als problematisch an. Zwar gebe es so immer noch eine gewisse Chance für ein Infektionsgeschehen, sagte Stürmer. "Es gibt aber noch keine Signale darauf, dass Schulen und Kitas Infektionstreiber wären."

Die Chance auf ein "normales Weihnachten" sieht der Laborleiter indes nicht. "Das wäre wieder kontraproduktiv", sagte Stürmer. Die angedachten Maßnahmen würden jedoch ermöglichen, ein "etwas normaleres Weihnachten" zu feiern als unter massiven Kontaktbeschränkungen - "zwar nicht wie vor Corona, aber nicht nur mit der Familie und sonst gar nichts". Mehr zum Thema Weihnachten unter Corona-Bedingungen können Sie hier nachlesen.


Quelle: DPA/RTL.de