Demozug und Kundgebung am Samstag in Frankfurt

Polizei will bei Querdenker-Demo "konsequent handeln"

Polizei-Westen
Polizei-Westen
© dpa, Silas Stein, bsc frk bwe mut pzi

13. November 2020 - 7:28 Uhr

Polizei will keine Diskussionen mit "Querdenkern"

Die Polizei in Frankfurt will sich am Samstag nicht auf Diskussionen mit "Querdenkern" einlassen. "Für die Polizei sind Demonstrationen besonders in dieser Zeit der Pandemie mit sehr hohen Infektionsraten eine Herausforderung", sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Es gelte das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber auch die Vorgaben der Corona-Verordnungen.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill: "Diskussion ist sinnlos und nicht zielführend"

Polizeipräsident Gerhard Bereswill
Gerhard Bereswill, Frankfurter Polizeipräsident
© deutsche presse agentur

Sollten Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht eingehalten werden, "werden wir konsequent handeln", betonte Bereswill. "Eine Diskussion mit den Einsatzkräften vor Ort über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen ist sinnlos und nicht zielführend." Eine Woche nach den Ausschreitungen in Leipzig wollen Kritiker der Corona-Maßnahmen in Frankfurt auf die Straße gehen. Laut Ordnungsamt sind 500 Teilnehmer für einen Demozug angemeldet und 2.000 für eine Kundgebung in der Innenstadt.

Querdenken-Demo in Frankfurt: Zwei Gegenkundgebungen angemeldet

Das Motto lautet "Kein Lockdown für Bembeltown". Auch zwei Gegenkundgebungen sind angemeldet: "Gegen Querdenken 69" und "Gegen den Auftritt von rechten Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern". "Die Frankfurter Polizei wird die gegensätzlichen Lager voneinander trennen, um mögliche Auseinandersetzungen zu verhindern", teilte die Polizei mit.


Quelle: DPA