Leipzig zeigt Union, wie Bundesliga geht

Frankfurt vs. Hoffenheim nach 36 Sekunden entschieden

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18. August 2019 - 20:05 Uhr

Leipzig und Frankfurt beschließen 1. Spieltag mit Siegen

Eintracht Frankfurt hat auch das sechste Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen. Nach vier EL-Quali-Siegen und einem Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals startete das Team von Trainer Adi Hütter mit einem 1:0 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim in die 57. Bundesliga-Spielzeit. Torreicher ging es an der Alten Försterei zu. Dort ging Union Berlin bei seinem Bundesliga-Debüt mit 0:4 (0:3) gegen RB Leipzig unter. Reichte für RB aber nicht, Borussia Dortmund (5:1 gegen Augsburg) von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Hinteregger nüchtern

Nicht nur in Dortmund, sondern auch auch in Frankfurt war Blitztor-Alarm angesagt. Nach 36 Sekunden netzte Martin Hinteregger nach einer hochprozentigen Flanke von Filip Kostic stocknüchtern ein. Dass er auch ganz anders kann, hatte er zuletzt eindrucksvoll im Augsburger Trainingslager bewiesen.

Bei Rupp fehlt was

Die Gäste brauchten eine Weile, um sich in der Commerzbank-Arena zurechtzufinden. In der 41. Minute zappelte der Ball dann zwar urplötzlich im Netz, doch der Treffer von Dennis Geiger wurde wegen einer Abseitsstellung von Lukas Rupp nachträglich aberkannt. Ohnehin scheinen die Kraichgauer noch nicht so richtig bereit für die neue Saison zu sein. Auf Rupps Trikot fehlte beispielsweise das Club-Logo links oben auf der Brust.

Starker Baumann verhindert höhere Niederlage

Trotz schon zwei erfolgreichen Europa-League-Qualifikationsrunden im Gepäck agierten die Frankfurter auch in der zweiten Halbzeit agiler, verpassten es allerdings, eine ihrer zahlreichen Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Daichi Kamada (48.) dowie Dominik Kohr (51.) scheiterten am starken 1899-Keeper Oliver Baumann. Kostic (70./75.) sowie der eingewechselte Sebastian Rode (84.) kriegten die Kugel nicht gefährlich aufs Tor.

Zweimal hingegen kam die TSG noch gefährlich in den Strafraum, doch zunächst setzte Joker Ishak Belfodil (87.) seinen Kopfball aus kurzer Distanz einen ordentlichen Spalt daneben. In der vergangenen Saison hätte er den noch blind reingemacht. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf er aus deutlicher Abseitsposition. Der Treffer wurde zurecht nicht gegeben.

Union: Nach Fan-Protest schlägt RB gnadenlos zu

15 Minuten schwiegen die Union-Fans bei ihrem ersten Bundesliga-Auftritt wie geplant aus Protest gegen den Gegner - und genau der zeigte dem Aufsteiger danach, wie Bundesliga aufm Platz geht. Mit gnadenloser Effizienz ballerte sich RB einen komfortablen Halbzeitstand heraus, mit dem sich die Partie entspannt verwalten ließ. Marcel Halstenberg (16. Minute) mit einem schönen Schlenzer, Marcel Sabitzer (31.) mit Wucht und Timo Werner (42.) abgezockt machten schon in Hälfte 1 alles klar. 

Nkunku knipst kurz nach seiner Einwechslung

Die Eisernen machten ihrem Namen zwar alle Ehre, zahlten aber vor allem in der Defensive Lehrgeld. Und im Spiel nach vorne blieb die kreative Lunte allzu oft kalt. Für Leipzig setzte Joker Christopher Nkunku (69.) vier Minuten nach seiner Einwechslung ein erstes Ausrufezeichen in eigener Sache.