Frankfurt: Terrorverdächtiger Haikel S. wird nach Tunesien abgeschoben

ARCHIV - 01.02.2017, Hessen, Frankfurt: Polizisten stehen auf dem Gelände der Bilal Moschee in Frankfurt am Main (Hessen) im Stadtteil Griesheim an ihren Fahrzeugen. Bei der Razzia war unter anderem der Terrorverdächtige Haikel S. festgenommen worden
2017 wurde Haikel S. bei einer Razzia in Frankfurt festgenommen. (Archiv)
fdt rho, dpa, Boris Roessler

Haikel S. wehrte sich lange gegen Abschiebung

Monatelang hatte er sich gegen seine Abschiebung gewehrt, doch heute ist es soweit: Der als Gefährder eingestufte Tunesier Haikel S. muss Hessen verlassen und wird in sein Heimatland abgeschoben, berichtet die 'Bild'. Am frühen Morgen soll der Mann von SEK-Beamte am Hochsicherheitsgefängnis JVA Frankfurt abgeholt worden sein.

Haikel S. wurde 2017 in Frankfurt festgenommen

Haikel S. soll in Deutschland für die Terrormiliz IS einen Anschlag geplant haben. Auch in seiner Heimat gilt der Mann als Terrorverdächtiger. So soll er 2015 an dem Anschlag auf das Bardo-Museum mit 24 Toten beteiligt gewesen sein. 2017 wurde Haikel S. in der Bilal-Moschee in Frankfurt bei einer Razzia festgenommen.

In letzter Instanz hatte das Bundesverfassungsgericht am Montag die Beschwerde gegen die Abschiebung von Haikel S. abgelehnt. Auch ein Einspruch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte scheiterte. In einer gecharterten Maschine soll der Mann nach Tunis gebracht werden, meldet die 'Bild'. Dort warten die tunesischen Sicherheitsbehörden auf ihn.