Kein Protest vor dem Hessischen Rundfunk

"Querdenken" scheitert mit geplanter Groß-Demo in Frankfurt

12. April 2021 - 17:07 Uhr

Corona-Leugner mussten umplanen

Der Protest gegen vermeintlich gleichgeschaltete Medien sollte riesig werden. Doch die strengen Auflagen machten eine Demo vor den Studios des Hessischen Rundfunks unmöglich. Anders als in Kassel oder Stuttgart hatte die Frankfurter Polizei stets die Kontrolle über alternative Demo-Routen nie verloren.

Nur ein Bruchteil der erwarteten Demonstranten in Frankfurt

Gegen die Corona-Politik sind in Frankfurt nach Polizeiangaben nur rund 400 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei war am Sonntag mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Beamten nahmen nach eigenen Angaben einen Versammlungsteilnehmer fest. Die Person habe sich geweigert, eine Maske zu tragen und sei aggressiv geworden. Andere Zwischenfälle zwischen Demonstranten und Ordnungshütern seien nicht bekannt, sagte eine Polizeisprecherin.

hr weiträumig abgeriegelt

 11.04.2021, Frankfurt am Main, DEU Teilnehmer der Demonstration der Initiative Querdenken stellt sich gegen Polizeibeamte, um gegen die angebliche Unterdrueckung der Meinungsfreiheit vor dem Hessischen Rundfunk zu demonstrieren *** 11 04 2021, Frank
Ursprünglich wollten die "Querdenken"-Anhänger rund um das hr-Funkhaus demonstrieren.
© imago images/Hannelore Förster, Hannelore Foerster via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Nachdem eine groß angekündigte Kundgebung mit rund 1000 Teilnehmern am Sonntag kurz vor dem Start abgesagt worden war, kamen im Anschluss laut Polizei zunächst etwa 200 Leute am Versammlungsort zusammen. Dazu gab es den Angaben zufolge vereinzelte Protestgruppen im Stadtgebiet. Auf Schildern der Demonstranten stand unter anderem "Nie wieder Lockdown".

Den angemeldeten Versammlungsort am hr-Funkhaus im Stadtteil Dornbusch hatte die Polizei weiträumig abgesperrt. Nach der Absage der großen Kundgebung habe sich ein anderer Veranstaltungsleiter gemeldet und die neue Protestaktion angemeldet. Die Polizei habe dies unter der Auflage, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen sowie eine Abstandsregelung einzuhalten, genehmigt.

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Die Teilnehmer standen der Polizei zufolge teils weit auseinander, einige hätten Pappschilder getragen. Es habe aber auch Teilnehmer gegeben, welche die Abstands- und Maskenpflicht nicht eingehalten hätten, sagte die Polizeisprecherin. Die Ordnungshüter hätten immer wieder einschreiten und auf die geltenden Regeln und Vorgaben hinweisen müssen.

Außerdem versammelten sich den Angaben zufolge zwischenzeitlich rund 100 Demonstranten in der Nähe der Europäischen Zentralbank im Ostend. Diese Gruppe sei über Lautsprecher aufgefordert worden, sich aufzulösen, teilten die Beamten mit. Sie kontrollierten bei beiden Treffen die Beachtung der Hygieneregeln.

Quelle: DPA/RTL

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