Frankfurt: Corona-Krise

Stärkere Einbußen bei der Lufthansa - Weniger Flugzeuge und Stellenabbau

Lufthansa schrumpft stärker als bisher bekannt
© dpa, Boris Roessler, brx tba brx tba

21. September 2020 - 15:46 Uhr

Starke Einbußen bei Lufthansa

Die Lufthansa will wegen der Corona-Krise noch mehr Flugzeuge stilllegen und beim Personal tiefere Einschnitte vornehmen als bisher geplant. Das sieht das neue Restrukturierungsprogramm der Airline vor, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Grund sei die deutlich langsamere Erholung des Luftverkehrs von der Corona-Pandemiekrise.

Mindestens 150 Flugzeuge weniger

Die Lufthansa muss in der Corona-Krise noch stärker schrumpfen als bislang geplant. Mindestens 150 Flugzeuge der einstmals 760 Jets umfassenden Konzernflotte werden dauerhaft nicht mehr abheben, teilte das Unternehmen am Montag mit. So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise auf rund 610 Flugzeuge schrumpfen und damit um 50 mehr als bislang vorgesehen. Auch die Zahl der wegfallenden Vollzeitstellen werde die bislang angekündigten 22.000 übersteigen. Durch Krisenpakete mit den Gewerkschaften soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen begrenzt werden.

Flugverkehr hat sich kaum erholt

Der Passagierluftverkehr hat sich von der Corona-Pandemie bisher kaum erholt. Nach einer leichten Belebung im Sommer sind die Buchungszahlen bei der Lufthansa seit September wieder gesunken, weil mit steigenden Infektionszahlen in Europa wieder mehr Reisewarnungen und Quarantäneauflagen verhängt wurden. Die Lufthansa und die Tochtergesellschaften Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines mussten mit neun Milliarden Euro Staatshilfen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien vor der Pleite bewahrt werden.