2018 M02 5 - 15:40 Uhr

Warnung an Studenten und Mitarbeiter

Auf dem Gelände und in der Nähe der Frankfurter Goethe-Universität sollen vier Frauen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein. Die Polizei ermittelt, die Universität warnt Studenten und Mitarbeiter. Den Ermittlern zufolge ereigneten sich die Übergriffe zwischen Oktober 2017 und Januar diesen Jahres. Drei Fälle geschahen in der Siolistraße nahe dem Campus, wie die Polizei mitteilte.

Täter schlug zwischen Oktober und Januar viermal in der Nähe der Frankfurter Uni zu

Am 6. Oktober habe ein Mann eine Anfang bis Mitte 20 Jahre alte Frau dazu gezwungen, ihn mit der Hand zu befriedigen, sagte eine Polizeisprecherin. Am 29. Dezember und am 6. Januar habe ein bislang Unbekannter jeweils eine weitere Frau dazu aufgefordert - beide hätten aber fliehen können. Die Übergriffe erfolgten laut der Polizeisprecherin jeweils gegen Mitternacht.

Zum vierten Fall kam es nach Angaben der Universität Ende Januar direkt auf dem Campus. Das Opfer sei auf der Flucht gestürzt und ins Krankenhaus gekommen, sagte ein Sprecher der Universität. Die Hochschule sei danach von Studenten auf die Angriffe aufmerksam gemacht worden.

Begleitservice der Goethe-Universität steht rund um die Uhr bereit

In ihrem Warnbrief von Freitag bittet Uni-Präsidentin Brigitta Wolff, "bei Aktivitäten rund um den Campus vor allem in den Abend- und Nachtstunden besondere Vorsicht walten zu lassen". Studenten und Mitarbeiter könnten einen Begleitservice auf dem Campus anfordern, um "sich sicher zu Gebäuden, Autos oder einem der Ausgänge begleiten zu lassen". Der Dienst stehe rund um die Uhr bereit. Außerdem sollten abends und nachts nur gut beleuchtete Wege genutzt werden.

Polizei geht von nur einem Täter aus

Die Polizei geht davon aus, dass mutmaßlich ein Täter für die Angriffe verantwortlich ist. Dafür sprächen die sehr ähnlichen Tatzeiten und die Täterbeschreibungen, sagte eine Sprecherin am Samstag. Der dunkelhaarige Mann soll etwa 1,65 Meter groß und orientalisch-nordafrikanischer Herkunft sein. Er habe Deutsch mit starkem Akzent gesprochen und eine dunkle Kapuzenjacke getragen.

Die Polizei schließt nicht aus, dass der Mann weitere Frauen angesprochen hat und bittet diese, sich bei den Ermittlern zu melden.