Die Stadt Frankfurt kämpft gegen dreiste Vögel

Sichtschutz soll Nilgänse aus Park vertreiben: Was bringt der 50.000-Euro-Zaun?

03. Juni 2020 - 20:11 Uhr

Besucher zeigten sich skeptisch

Eigentlich ist die Liegewiese im Frankfurter Ostpark für Besucher vorgesehen. Doch hinlegen wollte sich dort niemand so richtig gern. Der Grund: Die Anlage ist voller Gänsekot. Denn offenbar fanden es auch Nilgänse dort sehr gemütlich und machten keine Anstalten, wieder zu verschwinden. Die Stadt Frankfurt am Main startete extra ein "Gänse Monitoring" und ließ einen Zaun aufstellen, der die Vögel vom Wasser und damit auch vom Nisten auf der Wiese vor dem Wasser abhalten sollte. Doof nur, dass Gänse fliegen können. Die Stadt legte nach und pflanzte eine Hecke am Zaun. Jetzt wird Bilanz gezogen.

Rosmarin-Weide soll die Sicht nehmen

"Das Einzige, was der Zaun abhält, sind wahrscheinlich die Frösche" oder "Warum entscheiden Politiker über ein Bauvorhaben, wenn sie keine Ahnung davon haben?" – nur einige der Kommentare skeptischer Parkbesucher, die sich seinerzeit zum Zaun äußerten.

Die Stadt Frankfurt am Main musste Hohn und Spott über sich ergehen lassen. 50.000 Euro kostete die Anlage, doch die Gänse spazierten munter auf der Wiese umher. Das Umweltamt legte nach: "2019 wurde aus dem Provisorium ein fest installierter Zaun, der durch eine Hecke aus Rosmarin-Weide begrünt wurde", heißt es im schönsten Beamtendeutsch in einer Pressemeldung der Stadt, in der Bilanz gezogen wird. RTL schaute sich die Lage vor Ort an – die Eindrücke unserer Reporter sehen Sie im Video.