Überfallener AfD-Politiker im RTL-Interview

Frank Magnitz: "Solche Gewalt gegen Menschen ist ein absolutes Unding"

8. Januar 2019 - 22:28 Uhr

RTL-Reporter haben den schwer verletzten AfD-Politiker im Krankenhaus besucht

Unbekannte haben den Bremer AfD-Chef Frank Magnitz auf offener Straße niedergeschlagen, auf ihn eingetreten und schwer verletzt. Die Angreifer konnten fliehen, die Ermittler gehen derweil von einem politisch motivierten Angriff aus. Ein RTL-Reporterteam hat Magnitz exklusiv im Krankenhaus besucht. Wie er die Attacke erlebt hat und was er nun fühlt, erzählt er im Video.

Frank Magnitz hat schwere Verletzungen im Gesicht und am Bein

Frank Magnitz hat Glück gehabt: Die Ärzte haben den 66 Jahre alten Bundestagsabgeordneten nach der offenbar politisch motivierten Attacke bestmöglich versorgt. Trotz heftiger Verletzungen im Gesicht, konnte er RTL ein exklusives Interview vom Krankenbett aus geben.

Erfahren Sie im Video, was sich aus Sicht des Politikers genau zugetragen hat und wem er ganz besonders dankbar ist.

Magnitz spricht von "Mordanschlag"

"Was hier passiert ist, das darf man ohne zu dramatisieren als Mordanschlag bezeichnen", sagte Magnitz, der in Bremen kein Unbekannter ist. Der dem rechten AfD-Flügel zuzurechnende Immobilienkaufmann und sechsfache Vater wurde 2017 für Bremerhaven in den Bundestag gewählt.

In der Vergangenheit war die AfD im kleinsten Bundesland mehrmals das Ziel von Anschlägen, unter anderem wurden die Scheiben eines Parteibüros eingeschlagen und ein Auto demoliert. Auch Magnitz hat nach eigenen Angaben bereits Drohungen erhalten. Diese seien aber nie sehr konkret gewesen.

Für den AfD-Politiker und seine Parteikollegen ist die Sache eindeutig: "Es ist die Folge von Ausgrenzung und Hetze gegen die AfD", sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland. 

Frank Magnitz wirft Cem Özdemir Instrumentalisierung vor

Politiker aller Parteien verurteilten die Attacke gegen Frank Magnitz aufs Schärfste. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagierte bestürzt: "Jede Form der Gewalt gegen Mandatsträger ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat."

Auch Grünen-Politiker Cem Özdemir äußerte sich via Twitter: "Ich hoffe der oder die Täter werden bald ermittelt und verurteilt. Auch gegenüber der AfD gibt es keinerlei Rechtfertigung für Gewalt. Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen."

Özdemir hatte unter dem Hashtag "Nazis raus" getwittert und damit gleich Widerspruch von der AfD bekommen: Indem er eine demokratische Partei mit den Nazis gleichsetze, schaffe der Grünen-Politiker den Anlass für den nächsten Anschlag. Damit instrumentalisiere er die Tat, so Magnitz.