Fragen nach TV-Duell: Was ist eine 'Musterfeststellungsklage'?

04. September 2017 - 17:17 Uhr

'Musterfeststellungsklage' war nach dem TV-Duell einer der meistgesuchten Begriffe im Netz

Es war ihr einziges direktes Aufeinandertreffen in diesem Wahlkampf: Das große TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz vor der Bundestagswahl 2017. Ein Millionen-Publikum schaute gespannt vor den Fernsehern zu, als die Bundekanzlerin und ihr Herausforderer über Zuwanderung, Rente und Steuern diskutierten. Mit Versprechungen sparten beide nicht.

Debatte um den Diesel-Skandal

Ein wichtiger Punkt, der beim Duell auf den Tisch kam, war der Diesel-Skandal. Wie sollte die Politik am besten mit den betrügerischen Tricks der Autoindustrie umgehen? Martin Schulz forderte die Einrichtung einer sogenannten "Musterfeststellungsklage", Angela Merkel dagegen hielt diese Idee für unausgereift. Sie will sie dennoch von Justizminister Heiko Maas prüfen lassen.

Beim Millionen-Publikum weckte dieser Vorstoß aber reges Interesse. Die Suchanfrage für den Begriff "Musterfeststellungsklage" stieg bei Google jedenfalls sprunghaft an. Sehr viele User schienen sich also zu fragen, was hinter dieser speziellen Klage steckt.

Kurz gesagt: Eine "Musterfeststellungsklage" ist ein juristisches Instrument. Wie dieses genau funktionieren würde und wie Geschädigte davon profitieren könnten, erfahren Sie im Video.

Martin Schulz scheint mit seinem Umgang in Bezug auf den Diesel-Skandal bei den Zuschauern auf offene Ohren gestoßen zu sein. Aber ob er am Ende bei der Bundestagswahl das Rennen macht oder doch Angela Merkel, das entscheiden die Wähler am 24. September.