Frachter mit 768 Flüchtlingen in italienischen Hafen gebracht

© REUTERS, STRINGER/ITALY

1. Januar 2015 - 11:33 Uhr

Keine Crewmitglieder an Bord

Die italienische Küstenwache hat die Zahl der Flüchtlinge auf dem Frachter 'Blue Sky M' nach unten korrigiert. Auf dem Schiff, das in den Hafen Gallipoli geleitet worden war, seien 768 Menschen gewesen, hieß es in einer Twitter-Mitteilung. Zuvor war von 970 Migranten die Rede gewesen. Ein mutmaßlicher Menschenschleuser wurde festgenommen. Eine Tragödie sei verhindert worden, weil die 'Blue Sky M' ohne Besatzung in Richtung Küste gesteuert sei. Als das Schiff den Hafen von Gallipoli erreichte, seien keine Crewmitglieder mehr an Bord gewesen.

Auf dem Frachter waren nach Medienangaben vor allem Syrer - auch eine Schwangere, die kurz vor der Geburt stand. Das Schiff wurde im Hafen beschlagnahmt. Etwa 130 Menschen kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Ein Notsignal des Frachters vor der griechischen Insel Korfu hatte einen Großeinsatz der griechischen Marine ausgelöst. Das Schiff soll griechischen Medienberichten zufolge seit Tagen in der Region des Ionischen Meeres im Westen Griechenland unterwegs gewesen sein. Es wird vermutet, dass Menschenschlepper Migranten aus Westgriechenland abgeholt haben, um sie nach Italien zu bringen. Zunächst hatte es geheißen, 700 Menschen seien an Bord gewesen.